Großbrand in München 1823:"Es war ein Vulkan, ein Feuermeer"

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Eine Feuersäule steigt über dem Nationaltheater in die Luft. Auf der Lithografie von Peter Ellmer ist das dramatische Ereignis vom Gasteigberg aus zu sehen. (Foto: Wolfgang Pulfer)

Vor 200 Jahren, am 14. Januar 1823, brennt das Münchner Nationaltheater bis auf die Grundmauern nieder. Die Stadt ist in Aufruhr und der König tief betrübt. Wie sich dank der großen Brauereien und des Bierkonsums der Münchner dann doch alles zum Guten wendete.

Von Barbara Galaktionow

Es war der ganze Stolz des Königs und der Stadt. Doch am Abend des 14. Januar 1823 geht das Hof- und Nationaltheater in München in Flammen auf. "Die ganze Bühne war ein Feuerschwall (...) als ich vors Theater auf den Platz kam, steigt schon turmhoch eine gewaltige Feuersäule gerade aufwärts gen Himmel", berichtet Architekt Ernst von Bandel. "Feuer-Ströme" seien aus den Fenstern des Theaters zum Himmel emporgestiegen, heißt es in einer Darstellung des Münchner Baukommissionsrats Anton Baumgartner. Und der bayerische König Max Joseph steht vor dem Flammeninferno und klagt: "Mein schönes Theater, mein schönes Theater, das überlebe ich nicht."

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