Vor Gericht in München:Wenn dem Strafverteidiger eine Bewährungsstrafe droht

Lesezeit: 4 min

Im Kampf ums Recht kann es im Gerichtssaal durchaus mal lauter werden - da wird auch nicht jedes Wort auf die Goldwaage gelegt, aber bei dem Fall in München wurde dann doch eine Grenze überschritten. (Symbolbild) (Foto: dpa)

Eigentlich soll er für die Rechte anderer kämpfen, nun wird er selbst auf der Anklagebank sitzen: Rechtsanwalt Christian R. soll eine Richterin beschimpft und Justizbeamte angegangen haben.

Von Susi Wimmer

Strafverteidiger setzen sich in der Regel für ihre Mandanten ein, kämpfen für deren Rechte. Einer von ihnen aber soll massiv gegen die Regeln verstoßen haben - und selbst bald auf der Anklagebank sitzen: Das Amtsgericht München hat gegen Rechtsanwalt Christian R. einen Strafbefehl erlassen und eine Freiheitsstrafe von zehn Monaten auf Bewährung festgesetzt. R. soll in einem Prozess das Gericht mehrfach beleidigt, Justizbeamte tätlich angegriffen und in den Pausen die Gespräche einer Protokollführerin aufgezeichnet haben. Der Anwalt hat Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt. Nun wird die Causa vor dem Amtsgericht München verhandelt werden.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusÄrzte vor Gericht
:"Wir sind kein Tribunal"

Misslungene Brustvergrößerungen, gelähmte Kinder, Todesfälle: Wer in München seinen Arzt verklagt, landet im Gerichtssaal von Peter Lemmers. Eine Geschichte über Fehler, Verantwortung und Menschlichkeit.

Von Viktoria Spinrad

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: