Der Frankfurter Ring ist die „gefährlichste Straße Bayerns“. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Versicherung Allianz Direct, die auf einer Auswertung des Unfallatlas basiert. Darin werden bundesweit nur Unfälle mit Personenschaden erfasst. Insgesamt befinden sich vier der zehn gefährlichsten Straßen des Freistaats in München.
Auf dem Frankfurter Ring, einer der wichtigsten Verkehrsachsen im Norden der Stadt, ereigneten sich im Jahr 2024 insgesamt 45 Unfälle, bei denen Menschen verletzt wurden, drei von ihnen schwer. Bundesweit liegt der Frankfurter Ring auf Rang zwölf.
Auch die zweitgefährlichste Straße im Freistaat liegt in München, es ist die Landsberger Straße. Dort kam es 2024 zu insgesamt 44 Unfällen mit Personenschäden, zwei Menschen wurden schwer verletzt. Die Landsberger Straße galt 2023 als die gefährlichste Straße im Freistaat und lag 2022 bereits auf Platz fünf – was sie als langfristigen Unfall-Hotspot identifiziere, so die Deutung der Allianz.
In der Münchner Unfallstatistik kommt die Chiemgaustraße auf Rang drei, bayernweit auf Rang sechs. Auf der Chiemgaustraße wurden 2024 bei Unfällen 34 Menschen verletzt, vier davon schwer. Ein zweijähriges Mädchen starb an seinen schweren Verletzungen nach einem Auffahrunfall, verursacht durch den eigenen Vater, der unter Alkoholeinfluss stand. Die viertgefährlichste Straße Münchens (Rang sieben in Bayern) ist die Leopoldstraße, wo 34 Menschen verletzt wurden, zwei davon schwer.
Auf Rang fünf kommt die Fürstenrieder Straße mit 28 Verletzten, drei davon schwer, gefolgt von der Ingolstädter Straße mit 28 Verletzten, zwei davon schwer, der Bayerstraße (26 Verletzte, fünf schwer), der Schwanthalerstraße, (26 Verletzte, einer schwer), der Lerchenauer Straße (25 Verletzte, sechs schwer) und der Lindwurmstraße (25 Verletzte, vier schwer).
Die im März veröffentlichte Unfallstatistik des Münchner Polizeipräsidiums kam im Jahr 2024 auf 19 Verkehrstote in Stadt und Landkreis München. 16 Menschen kamen im Stadtgebiet ums Leben. 625 Verkehrsteilnehmer listete die Polizei als Schwerverletzte auf, als solcher gilt, wer bei einem Verkehrsunfall Verletzungen davonträgt, die einen mindestens 24-stündigen Krankenhausaufenthalt zur Folge haben, beziehungsweise lebensverändernde Beeinträchtigungen erleidet. Weitere 7553 Personen erlitten laut Polizei leichte Verletzungen.
Nach Angaben der Allianz gehören zu den häufigsten Unfallursachen in Deutschland Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- oder Anfahren, das Nichtbeachten der Vorfahrt, zu nahes Auffahren, nicht angepasste Geschwindigkeit und „falsche Straßennutzung“, etwa, wenn Autofahrer auf Geh- oder Radwege ausweichen. Erst danach folgt in der Unfallstatistik das Fahren unter Alkoholeinfluss.

