Es sind rätselhafte und zugleich ausdrucksstarke Werke, die Patient Alois Dallmayr nach seiner Aufnahme in die sogenannte Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar in München im Jahr 1916 fertigt. In einer Mischung aus Zeichnungen und Texten scheint der Neffe des gleichnamigen Gründers des bis heute weithin bekannten Delikatessengeschäfts seinen Erlebnissen Ausdruck zu verleihen. Die Ärzte gehen darüber achtlos hinweg: „Macht schwachsinnige Zeichnungen“, urteilen sie den Krankenakten zufolge grob.
Patienten der Anstalt Eglfing-HaarAls Alois Dallmayr von den Nazis ermordet wurde
Lesezeit: 3 Min.

Mit Zeichnungen und Briefen versuchten der Neffe des Delikatessen-Händlers und andere, auf ihre Lage in der sogenannten Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar aufmerksam zu machen. Über drei Schicksale und das Grauen der „Hungerhäuser“.

Geschichte Münchens:Der OB, der die Nazis unterschätzte – bis sie ihn aus dem Amt jagten
Karl Scharnagl war Münchens letzter Oberbürgermeister vor der Herrschaft der NSDAP – und der erste danach. Vor 100 Jahren kam er zum ersten Mal ins Amt. Über einen Politiker mit Schattenseiten.
Lesen Sie mehr zum Thema