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Locations für Feiern:Die neun besten Bars für Geburtstagsfeiern in München

Ob mit 100 Gästen oder in kleiner Runde, mitgebrachtem Essen oder Buffet, DJ oder gar Burlesque-Tänzerin: Hier lässt es sich besonders gut feiern.

Von SZ-Autoren

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Pigalle

Lokal "Pigalle" in München, 2013

Quelle: Stephan Rumpf

Außen abgeklebte Scheiben, innen viel rotes Samt, wenig Licht und im Spiegeleck eine Stripteasestange: Dem Pigalle, münchnerisch mit e ausgesprochen, sieht man ihre Vergangenheit an. Seit 2013 wird in der ehemaligen Tabledance-Bar im Schlachthofviertel vornehmlich neben der Stange getanzt, häufig bei Privatpartys. Geburtstage, Firmenfeiern, gerne mit Motto. Mindestumsatz? Raummiete? "Kommen, feiern und wieder gehen", fasst Betreiber Fabian Stingl die Modalitäten zusammen.

Im Pigalle mag man es unkompliziert: einfach anrufen. Bei Partygesellschaften ab 70 Personen wird nur eine Reservierung pro Abend angenommen. Wer mit weniger Leuten feiern will, muss damit rechnen, dass am selben Abend vielleicht noch eine Zweit- oder Drittfeier stattfindet. "Wir vermitteln dann den Kontakt, dass sich die Gastgeber untereinander absprechen können, zum Beispiel wegen der Musik", sagt Stingl.

Bei Bedarf stellt Stingl auch Kontakt zu Burlesque-Künstlerinnen her, die der Stange in der Ecke einen Sinn verleihen. Oder zu seinem eigenen Cateringunternehmen. Das Publikum im Pigalle? Bunt gemischt, oder wie Stingl sagt: "Ein Überraschungsei".

Pigalle, Thalkirchner Str. 23, Telefon: 0172/7930682 , geöffnet Freitag und Samstag ab 21 Uhr und nach Absprache

Lena Jakat

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Holzkranich

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Quelle: Catherina Hess

Der Holzkranich ist etwas abseits der ausgetretenen Max-Vorstadt-Pfade beheimatet, westlich des Josephsplatzes in der Georgenstraße. Noch nicht einmal zwei Jahre alt ist diese Bar und nicht jeder kennt sie bisher. Einen Besuch ist sie, Geburtstag oder nicht, jederzeit wert.

Auf zwei Ebenen ist die Bar aufgeteilt und liebevoll im Retroschick eingerichtet. Unten gemütlich dank Perserteppich und plüschiger Sessel, oben viele Tische, an denen es sich gut sitzen und ein Brotzeitbrettl teilen lässt. Es gibt Kleinigkeiten wie Kartoffelsalat, Antipasti und Brote mit Aufstrich, Fleisch- oder Süßkartoffelpflanzerl oder auch ein großes Brotzeitbrettl für vier Personen (24,90 Euro) zu essen. Es muss also niemand verhungern, der direkt nach Feierabend in diesem Lokal mit Wohnzimmer-Atmosphäre vorbeischaut.

Für Geburtstagsfeiern, die unter sich sein wollen, hat der Holzkranich zusätzlich noch eine Kellerbar parat: Gegen einen Mindestumsatz von 500 Euro lässt sie sich mieten, 40 bis 70 Personen finden dort ungefähr Platz. Weil es dieser kleine Raum schon zu einiger Beliebtheit gebracht hat, hat das Team Erfahrung mit Anfragen wie Getränkespecials für die Party. Das Getränkesortiment ist eher klein gehalten, nicht zu ausgefallen und preislich in Ordnung. Die Halbe Helles kostet 3,50 Euro, Longdrinks 8,50, Specials wie der Gin Basil Smash 9,50 Euro.

Holzkranich, Georgenstraße 105, E-Mail: nachricht@holzkranich.de, geöffnet Montag bis Freitag ab 18 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 Uhr an

Laura Kaufmann

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Vesperia

Vesperia

Quelle: Lukas Barth

Ja, wie viele Gäste in etwa kommen, das sollte der Feiernde dem Wirt der Vesperia im Voraus schon mitteilen. Wie sich der Abend dann abspielt, da ist Andreas Hock flexibel. Die vorbestellten Essensplatten sollen nicht auf einmal, sondern nach und nach gebracht werden? Wird gemacht. Die Besucher sollen nur bis zu einem gewissen Limit oder nur gegen Abgabe von selbst mitgebrachten Wertmarken auf Kosten des Gastgebers trinken? Kein Problem. Statt der angekündigten 35 bis 40 Besucher kommen im Lauf des Abends 50? Ist in Ordnung. Nur am Anfang, wenn die Bar öffnet, soll die Feier noch nicht die ganze Vesperia einnehmen, sagt Andreas Hocke. Er will auch bei größeren Geburtstagsfeiern Anlaufstation für seine Stammgäste bleiben.

Die Vesperia im Schlachthofviertel ist ein entspannter Ort, um mit bis zu 40 Freunden den Geburtstag zu feiern. Abends wird die Bar in oranges Licht getaucht, im Hintergrund läuft Musik, die Besucher machen es sich auf schlichten Holzbänken bequem. Oder sie stoßen am Stehtisch oder der Bar mit einem Bier (3,60 Euro), einer Weinschorle (3,80 Euro für 0,33 l, 5,40 Euro für 0,5 l) oder einem der Special-Vesperia-Drinks (6,50 bis 9 Euro) an.

Einen Mindestumsatz oder Miete gibt es in der Vesperia nicht. Und wem die Platte mit verschiedenen Häppchen nicht reicht, muss natürlich nicht verhungern: Es können auch Burger oder Nudelgerichte bestellt werden.

Vesperia, Schmellerstraße 4, Telefon: 089/76775111, geöffnet Montag bis Samstag 17.30 bis 0 Uhr

Isabel Bernstein

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Frau Bartels

Innenraumübersicht der Bar Kneipe Frau Bartels Klenzestrasse 51 Glockenbachviertel München

Quelle: Matthias Ferdinand Döring

Rohre an der Decke, leuchtende Gemälde an der Wand, Omas Lampenschirm in der Ecke, ein alter Süßwarenautomat und eine Palme, die aus einer kleinen Badewanne wächst. Dezent, aber charmant ungewöhnlich ist Frau Bartels gestylt. Elektro bis Soul spielt leise in der Bar, die vor mehr als einem Jahr in die Räume der Konsulat-Bar in der Klenzestraße 51 gezogen ist.

Heller und minimalistischer sind die Räume geworden. Hipper, wenn man so will. Was aber geblieben ist: der Nebenraum, der sich für private Feiern reservieren lässt. Der Glockenbachbar-Trubel, der sich draußen auf den Straßen fortsetzt, kann dort zwar auch hineinschwappen, aber dafür entfällt hier ein Mindestumsatz. Weil es keine guten Abstellmöglichkeiten gibt, werden, wenn überhaupt, am besten nur handliche Kleinigkeiten zum Essen für die Gäste mitgebracht. Etwa 30 bis 35 Leute passen in den kleinen Raum.

Die Cocktails kosten um die 9,50 Euro, Weine (0,2 Liter) etwa 6 Euro, außerdem gibt es Sprizz-Variationen mit hausgemachten Sirups. Das Helle kostet 3,20 Euro.

Frau Bartels, Klenzestraße 51, Telefon: 089/90164147, geöffnet von Montag bis Donnerstag von 18 Uhr an, Freitag und Samstag von 19 Uhr an

Laura Kaufmann

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Benko Bar

"Benko Bar" in München, 2016

Quelle: SZ

Gefühlt schon immer war die Schleißheimer Straße 43 eine Anlaufstelle für Feiern aller Art. Ein kleinerer Nebenraum und der Hauptraum mit Bar standen Geburtstagskindern zur Wahl, lange Jahre in Form von der holzverkleideten Flaschenbar. Die Flaschenbar ist Geschichte, und die neuen Besitzer gaben der Kneipe einen zeitgemäßeren Look; freigelegte Backsteine, Baustellenlampen und bequeme Sofas bestimmen das Aussehen der heutigen Benko Bar. Aber die Aufteilung, die ist trotz des neuen Stylings gleich geblieben, und so sind auch die Geburtstagsbuchungen gleich viele geblieben.

Die Geburtstagsgesellschaften - besonders Dreißiger werden in der Bar gern gefeiert - können selbst Speisen mitbringen. Der Nebenraum ist gut für Gruppen um 45 bis 50 Leute. Es gibt zwar keine Tür, die hier zugezogen wird, aber das stört die hier Feiernden nicht. Ein Mindestumsatz muss dafür nämlich auch nicht erbracht werden; die Benko Bar hat auch eigene Wertmarken für Drinks im Repertoire, die die Geburtstagskinder an ihre Gäste verteilen können.

Die Preise sind auf normalem München-Niveau: Bier gibt es für 3,20 Euro, Sprizz für 6,50 Euro, Longdrinks liegen bei 8,50, Mules und Cocktails starten bei 9,50 Euro. Schnäpse - wie in der Frau-Bartels-Bar gibt es hier zum Beispiel Mexikaner - für 2,50 Euro den Shot.

Benko Bar, Schleißheimer Str 43, Telefon: 089/95 44 36 18, geöffnet von Dienstag bis Donnerstag von 18 Uhr an, Freitag bis Samstag von 19 Uhr an

Laura Kaufmann

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Vereinsheim

Schwabing bei Nacht, 2010

Quelle: Robert Haas

Das Vereinsheim in Schwabing, zwischen Lach- & Schießgesellschaft und Lustspielhaus gelegen, ist bekannt für regelmäßige Kleinkunstabend, die es auch ins Fernsehen geschafft hat, sowie eine Lesebühne und Livemusik. Warum also nicht einmal hier auf das neue Lebensjahr anstoßen? Vom 30. bis zum 80. Geburtstag sei im Vereinsheim schon jedes Alter gefeiert worden, sagt Mitarbeiter Tobias Jörg - am häufigsten aber wird hier der 50. begangen.

Das Lokal bietet Platz für etwa 100 Gäste, die Anzahl der Sitzplätze beläuft sich auf 70. Wer das ganze Vereinsheim einen Abend lang reservieren will, hinterlegt eine Miete in Höhe von 600 Euro. Ab einem gewissen Umsatz wird sie reduziert oder sogar komplett zurückerstattet. Allerdings können wegen der eigenen Veranstaltungen nicht alle Anfragen angenommen werden. "Wir wollen auch nicht, dass unsere Stammgäste zu häufig vor verschlossenen Türen stehen", so Jörg.

Eine Halbe Bier liegt aktuell bei 3,50 Euro, Spezi kostet 3,30 Euro, klassische Longdrinks zwischen 6,70 und 8,70 Euro. Das Vereinsheim bietet eine Auswahl an Speisen für ein Buffet an, macht im Einzelfall aber Ausnahmen bei mitgebrachtem Essen. Die Soundanlage darf gerne genutzt werden, und nachdem die Gäste gegessen haben, räumen die Mitarbeiter im vorderen Bereich des Lokals die Tische zur Seite, damit getanzt werden kann.

Vereinsheim, Occamstr. 8, Telefon 089/33088655, geöffnet täglich von 18 Uhr an.

Franziska Schwarz

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Gorilla Bar

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Quelle: Catherina Hess

Kein Techno, keine Charts - darauf kann man sich in der Gorilla Bar in Neuhausen verlassen. Stattdessen läuft in der kleinen Bar Jazz, Funk und Soul. Diese Musik liebt Wirt Ahmet Özkan. Es gibt Lesungen und Live-Musik, gelegentlichen legen Jungs aus der Nachbarschaft auf. An der Wand hängt ein Plakat von Michael Jackson - das hat Özkan vom Konzert am Hockenheimring im Jahr 1988.

Die Bar fasst etwa 50 Leute. Für Geburtstage empfiehlt es sich, die Fensterfront zu reservieren, da haben bis zu 30 Personen Platz; die ganze Bar zu mieten, ist nicht möglich. Essen kann man mitbringen. Mit dem Publikum jeden Alters kommt man schnell ins Gespräch. Özkan hat etwa 15 Sorten Gin, er empfiehlt den japanischen Roku für einen Gin Tonic mit Ingwer und Zitronen-Zesten (9,50 Euro). Ein Helles kostet 3,50 Euro.

Die Rumauswahl wird gerade vergrößert. Für Kenner des guten Geschmacks stehen Bonbon-Schnäpse in den Geschmacksrichtungen Nimm 2, Werther's Echte und Gletscher-Eis bereit.

Gorilla Bar, Hirschbergstraße 23, Telefon 089/97896310, geöffnet Montag bis Donnerstag von 18 bis 1 Uhr, Freitag und Samstag bis 2 Uhr.

Julia Hägele

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Geyerwally

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Quelle: Robert Haas

Wer in der Geyerwally feiert, der mag es bodenständig. Hier geht es nicht um ausgefallene Drink-Kreationen und irgendwie angeschicktes Interieur, sondern um Craft-Biere und gemütliches Durcheinander. Die Geyerwally (benannt nach der Geyerstraße, in der sie seit Jahrzehnten zu finden ist) ist mehr Boazn als Bar und stolz darauf.

Unter Emaille-Schildern und Filmplakaten haben 40 bis 100 Gäste Platz, und eigentlich, so sagen das die Betreiber, feiert hier jede Woche irgendwer 30. oder 40. Geburtstag (oder Abschied oder Hochzeit). 300 Euro kostet das, Mindestumsatz gibt es dafür keinen. Was man wissen muss: Auch bei geschlossenen Gesellschaften muss Platz für ein paar Stammgäste bleiben. Wer in kleinerer Runde anstoßen will, kann einfach ein paar Tische reservieren.

Zum Anstoßen gibt es etwa zwölf verschiedene Biersorten (um die 3 Euro). Wer kein Bier mag, kriegt auch Wein (etwa 4 Euro) oder halt gleich Schnaps. Für geschlossene Gesellschaften kann auch eine Südtiroler Speck-Käse-Platte bestellt werden, oder man spricht einfach mit den Betreibern über andere Wünsche. Und auch bei der Musik ist viel möglich: Die Geyerwally hat eine DJ-Anlage mit Plattenspielern, die nach Einweisung benutzt werden darf. Wer etwas gemütlicher unterwegs ist, kann auch einfach seine Handy-Playlist abspielen.

Geyerwally, Geyerstraße 17, Telefon 0176/84034005, geöffnet Freitag und Samstag von 19 bis 3 Uhr, Donnerstag bis 2 Uhr und Montag bis Mittwoch bis 1 Uhr. Sonntags geschlossen.

Elisa Britzelmeier

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Alles Wurscht

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Quelle: Robert Haas

Das kleine Hexenhäusl mit der Hausnummer 3 liegt mitten in Altschwabing - am Nikolaiplatz - und ist nur einen Steinwurf vom Englischen Garten entfernt. Die Möbel sind kunterbunt zusammengewürfelt. Der Höhepunkt der gemütlichen Bar: der kleine, aber feine Garten. Dort kann man unter dem mit bunten Lampions und Lichterketten geschmückten Kirschbaum die angeblich "beste Currywurscht südlich des Weißwurschtäquators" mit Pommes (4,40 Euro) essen.

Das "Alles Wurscht" eignet sich sowohl für Feste an lauen Sommerabenden als auch für wilde Partynächte und hat Platz für 30 bis 65 Gäste. Für ein Helles bezahlt man 2,80 Euro, für eine Weinschorle 3,60 Euro und für ein Spezi 2,40 Euro. Für die Feier bereitet Chefin Claudia Ott das Lieblingsessen und Getränke auf persönlichen Wunsch vor - Geburtstagskuchen von Mama darf aber mitgebracht werden.

Will man im Lokal ganz für sich alleine feiern oder außerhalb der Öffnungszeiten, gibt es einen Mindestumsatz von 100 Euro pro Stunde. Die hauseigene Lange-Nacht-der-Wurscht-Playlist und Partylichter sind dabei inklusive.

Alles Wurscht, Nikolaiplatz 3, Telefon 089/34077443, geöffnet im Winter Montag bis Freitag 11 bis maximal 16 Uhr (je nach Wetter), im Sommer: Montag bis Mittwoch je nach Wetter von 11 bis maximal 21 Uhr, Donnerstag und Freitag bis 22 Uhr.

Katharina Henning

© sz.de/imei

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