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Stadtrat:München will die "Gay Games" ausrichten

Crosswalks, painted as a rainbow flag, are pictured in the street near the Gay Games village at the Hotel de Ville city hall in Paris

München will sich um die Ausrichtung der "Gay Games" bewerben.

(Foto: REUTERS)

Der Stadtrat entscheidet über eine Bewerbung um das internationale Breitensport- und Kulturfestival der LGBTI-Community, das im Jahr 2026 stattfinden soll.

Die Stadt München soll sich für das Jahr 2026 darum bewerben, ein achttägiges internationales Breitensport- und Kulturfestival der Schwulen-, Lesben- und Transgender-Community auszurichten. Grüne, SPD, Rosa Liste und Volt unterstützen eine Bewerbung um die "Gay Games" und hoffen auf eine Stadtratsmehrheit dafür.

Gesellschaftliche Inklusion und das "Über-sich-hinaus-Wachsen" seien bei diesen Spielen wichtiger als der Leistungsgedanke, heißt es in der Stadtratsvorlage des Sportamts. Gay Games gebe es seit 1982, damals in San Francisco, zuletzt fanden sie 2018 in Paris statt. Bis zu 12 000 "Athlet*innen" aus 30 Ländern würden erwartet, mit entsprechendem Umsatz für München. Genutzt würden die vorhandenen Olympia-Sportstätten für 30 teils klassische, teils frei wählbare Sportarten.

Auch E-Sports (Computerspiele), Pool-Billard, Martial Arts, Freiwasser-Schwimmen und Cheerleading könnten zum Zuge kommen. Obligatorisch sei auch ein kulturelles Rahmenprogramm inklusive Chorfest und Menschenrechts-Tagung. München empfehle sich da mit dem erfolgreichen Chorfestival "Various Voices" im Jahr 2018.

Die Zustimmung der Stadtratsvollversammlung am Mittwoch vorausgesetzt, übernähme München 50 000 der gut 60 000 Euro Kosten für die Bewerbung. Den Rest steuert ein eigens gegründeter Trägerverein bei. Das Gesamtbudget für die Spiele läge bei 8,2 Millionen Euro, etwa die Hälfte der Kosten sollen Gebühren wieder einspielen.

Anfang 2021 werden die drei besten Bewerber benannt, Ende 2021 erfolgt der Zuschlag. München würde dabei mit Metropolen wie Sao Paulo, Kapstadt, Toronto, Seattle, Auckland, Amsterdam oder Lissabon konkurrieren.

© SZ vom 20.07.2020/soy/vewo
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