Für den damaligen Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel war es der letzte Tag als Stadtoberhaupt. Am 30. Juni 1972 konnte er den Münchnern offiziell die Fußgängerzone übergeben, sozusagen als Abschiedsgeschenk. Der Marienplatz und die Kaufinger- beziehungsweise Neuhauser Straße waren voller Menschen. Dass es hier keinen Autoverkehr mehr gibt, waren sie allerdings schon seit Längerem gewohnt. Sechs Jahre lang war das Zentrum wegen des U-Bahn- und S-Bahn-Baus eine riesige Baustelle gewesen.
Verkehrswende in MünchenDie Fußgängerzone wächst Stück für Stück
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An diesem Montag werden die Autos aus einem Teil der Westenriederstraße verbannt, die Planungen für eine Umgestaltung des Tals laufen. Und weitere Straßen in der Innenstadt könnten folgen.
Von Andreas Schubert
