Prozess in München:Fußballtrainer wegen Hunderter sexueller Übergriffe vor Gericht

Prozess in München: Der angeklagte Fußballtrainer sitzt zum Prozessauftakt im Gerichtssaal des Landgerichts München.

Der angeklagte Fußballtrainer sitzt zum Prozessauftakt im Gerichtssaal des Landgerichts München.

(Foto: Lennart Preiss/dpa)

Insgesamt 30 Kinder und Jugendliche soll der 47-Jährige über Jahre hinweg missbraucht und vergewaltigt haben. Das Gericht muss nun klären: Was geschah auf dem Gelände des Fußballvereins im Landkreis München?

Von Andreas Salch

Als Fußballtrainer ist es Vito L. (Name geändert) gewohnt, am Spielfeldrand zu stehen. Doch seit diesem Donnerstag steht der 47-jährige Münchner selbst im Mittelpunkt. Nicht als Trainer, sondern als Angeklagter vor dem Landgericht München I. In einer seiner Funktionen als Übungsleiter der Jugendmannschaften eines Vereins im Landkreis München, soll L. jahrelang Jugendliche, Heranwachsende und sogar vier Kinder sexuell missbraucht haben. Die Staatsanwaltschaft geht von fast tausend Übergriffen aus. Davon soll es in mehr als 200 Fällen auch zu Vergewaltigungen der Nachwuchsspieler im Alter von 13 bis 19 Jahren gekommen sein. Drei der insgesamt 30 mutmaßlichen Opfer soll L. 150 Mal sexuell missbraucht haben. Angaben zu den Vorwürfen machte der 47-Jährige zum Prozessauftakt keine.

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