Zwei Siege, zwei Mal für die Fußball-WM qualifiziert – da gab es am Dienstagabend für die Anhänger der türkischen und der bosnisch-herzegowinischen Nationalmannschaften kein Halten mehr: Zu Hunderten zogen sie über Leopold- und Ludwigstraße und legten teilweise den Verkehr lahm.
Kurz nach 22.30 Uhr war das Spiel der Türkei gegen Kosovo zu Ende, eine Viertelstunde später begann der Spontan-Triumphzug der Fans. Etwa 350 von ihnen marschierten zum Siegestor, andere fuhren mit ihren Autos die Strecke entlang, hupend und Fahnen aus den Fenstern schwenkend. Leopold- und Ludwigstraße wurden zeitweise gesperrt.
Im Spiel Bosnien-Herzegowina gegen Italien entschied erst ein Elfmeterschießen, deshalb begannen die Fan-Feierlichkeiten später. Etwa 300 Anhänger zogen zum Siegestor, auch sie begleitet von Autos nebst dazugehörigem Lärm.
Die Polizei sorgte mit etwa 80 Beamten für Sicherheit. Es gab rund 50 Anzeigen, wegen Ruhestörung und Abfeuern von Pyrotechnik.

