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Homosexualität im Fußball:"Philipp Lahm hat diese Frage zu einfach beantwortet"

"Ich denke, dass das gesellschaftliche Umfeld ein Coming-out ermöglicht", sagt Beppo Brem (rechts). Christoph Hertzsch (link) ist wie Beppo Brem homosexuell.

(Foto: Yoav Kedem)

In 58 Jahren Bundesliga hat es kein Coming-out eines aktiven Profis gegeben. Wird sich bald was ändern? Ein Gespräch mit Sportfunktionär Beppo Brem und Hobby-Kicker Christoph Hertzsch über Homophobie im Stadion, queere Teams und getrennte Duschen.

Interview von Gerhard Fischer

Die Fußball-Bundesliga ist 58 Jahre alt, und bisher gab es kein Coming-out eines homosexuellen Profis. Zuletzt war das Thema wieder in den Schlagzeilen. Da riet Philipp Lahm in seinem Buch schwulen Fußballern, sich besser nicht zu outen. Da versicherten im Magazin 11 Freunde 800 Spielerinnen und Spieler ihre Solidarität, sollte sich ein Profi dazu entschließen. Und da entließ Hertha BSC den Torwarttrainer wegen homophober Äußerungen. Christoph Hertzsch, 33, arbeitet für einen Fitnessanbieter und spielt in seiner Freizeit bei den Streetboys, dem ersten - und bisher einzigen - schwulen Fußballteam, das im Ligabetrieb des Deutschen Fußball-Bundes angemeldet ist. Beppo Brem, 59, ist grüner Stadtrat und Chef des Bayerischen Landessportverbands (BLSV) in München; früher war er Vorsitzender des schwul-lesbischen Vereins Team München, zu dem die Streetboys gehören.

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