Anfangs habe er gedacht, diese Odyssee sei eben der wohlverdiente Denkzettel. „Aber irgendwann war es nur noch frustrierend“, berichtet Fabian Schmidt. Als der Münchner Mitte 2022 bei einer routinemäßigen Verkehrskontrolle angehalten wurde, lag die letzte Partynacht erst ein paar Tage zurück. Der damals 23-Jährige wurde positiv auf Amphetamin getestet, der Führerschein war weg. Um ihn wiederzuerlangen, musste der Münchner die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) absolvieren. „Doch die eigentliche Prüfung war der Weg dahin“, sagt Schmidt, der in Wahrheit anders heißt, aber berufliche Konsequenzen fürchtet, wenn sein echter Name in der Zeitung steht.
Wenn der Führerschein weg istWie dubiose Berater Geld mit dem „Idiotentest“ machen
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Allein in München gibt es weit über hundert Anbieter, die auf die Medizinisch-Psychologische Untersuchung vorbereiten. Doch wer an den Falschen gerät, zahlt Tausende Euro – und steht am Ende trotzdem ohne Führerschein da.
Von Sophia Coper
