Knapp zwei Monate ist es jetzt her, dass Food-Influencerin Shabnam Rebo in Neuhausen das „Café Fuud“ eröffnet hat. Das Pop-Up-Café, in dem zuvor das „Suess & Buttrig“ seinen Platz hatte, ist der wahr gewordene Traum der 43-Jährigen, die sich als „thehungrywarrior“ auf Instagram einen Namen gemacht hat. Rund 278 000 Menschen folgen dort ihrem Account, auf dem Rebo vegane Rezepte und Tipps zum Umgang mit entzündlichen Darmerkrankungen teilt.
Das Café Fuud hat derzeit nur Freitag bis Sonntag geöffnet. Plätze reservieren kann man nicht, das Lokal mit seinen wenigen Tischen ist an einem Sonntag eine halbe Stunde nach Öffnung restlos besetzt. Die Gäste, zumeist jüngeres Publikum, werden von dem ebenso jungen wie freundlichen und aufmerksamen Personal flott bedient. Das Café selbst ist eher minimalistisch eingerichtet. Schlichte Möbel in hellen Farben, ein paar Edelstahlhocker, wenig Schnickschnack und eine kleine Theke, hinter der sich durch die schwunghafte Tür gelegentlich ein Blick in die Küche erhaschen lässt.
Ebenso minimalistisch wie die Einrichtung ist auch die Speisekarte. Es gibt nur vier Gerichte, sowie einige hausgemachte Kuchen und Cookies, die an der Theke begutachtet werden können. Die Speisen – alle vegan – sind liebevoll zusammengestellt und werden aus regionalen Zutaten zubereitet.



Zur Auswahl stehen ein „Smokey Carrot“-Brot mit Erbsenaufstrich, marinierten Karottenstreifen, Senfkaviar und Wildkräutern, angerichtet auf einer großen Scheibe Körnerbrot von Julius Brantner (15 Euro). Zudem gibt es das „Creamy Shroom Sammy“, eine Brotstulle aus Roggensauerteig, ebenfalls von Julius Brantner, mit marinierten Austernpilzen, veganem Frischkäse und süßsauren Zwiebeln (15 Euro). In dem „Roasted Pumpkin Dip“ mit Kichererbsen, Grünkohl und Zwiebeln (14 Euro) lässt sich die Inspiration Rebos durch die persische Küche ihrer Kindheit besonders gut erahnen.
Wer es lieber süß mag, dem sei der „Apple Pie Milky Rice“ empfohlen (11 Euro). Dieser wird mit Mandeldrink zubereitet, dazu gibt es warmes Apfelkompott und knusprige Mandeln. Die Kuchenauswahl variiert, ein Stück kostet 5 Euro. Auch glutenfreie Kuchen sind im Angebot, zudem kann das Brot in den Hauptgerichten ebenfalls durch glutenfreies Brot ersetzt werden.


Die Portionen sind ausreichend, man wird gut satt. Wer nach einem klassischen Frühstück sucht oder nach den knusprigen Croissants des Vorgänger-Cafés, der wird im Café Fuud aber nicht fündig werden.
Kaffee gibt es von der Marke „Good Bean Coffee“. Der Espresso kostet 2,50 Euro, Americano, Cappuccino und Latte Macchiato gibt es für 4 Euro. Der aktuell sehr gehypte Matcha Latte steht für 5,50 Euro auf der Karte. Alle Kaffee-Spezialitäten werden mit veganen Milchalternativen zubereitet, zur Auswahl stehen Hafer-Barista, Kokos-Barista und Reis-Kokos. Die „Iced“-Versionen der Kaffeegetränke sind 50 Cent teurer, zudem gibt es einen „Iced Tahini Latte“ für 6 Euro sowie diverse Schorlen und Limonaden (4,50 bis 5,50 Euro). Leitungswasser wird gratis angeboten und zu jedem Heißgetränk ohne Aufforderung serviert.
Wer gerne länger bleiben möchte, sollte zudem wissen: Eine Toilette gibt es nur für die Mitarbeitenden. Wer dennoch muss, darf die Toilette eines mexikanischen Restaurants in der Nachbarschaft benutzen.
Café „Fuud“, Heideckstraße 14, 80637 München; Öffnungszeiten Freitag bis Sonntag von 10 bis 16 Uhr
