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Freimann:Das zweite Windrad wird errichtet

Auf der Deponie Nord-West im Münchner Norden entsteht das neue Windrad. Das Bild zeigt den Blick von dort über die Autobahn hinweg auf das Fußballstadion und die bestehende Anlage auf dem alten Schuttberg.

(Foto: Catherina Hess)

Seit sechs Jahren ist das Projekt genehmigt, nun haben die Stadtwerke mit dem Bau begonnen: Am Stadtrand Münchens entsteht ein neuer, großer Rotor zur Stromproduktion.

Der zweite Propeller ist in Arbeit: In Freimann haben die Stadtwerke mit dem Bau eines neuen Windrads begonnen. Es soll noch dieses Jahr in Betrieb genommen werden und Energie für durchschnittlich mehr als 2800 Haushalte liefern. Die neue Anlage entsteht auf dem Gelände der Deponie Nord-West, in Sichtweite zu dem Windkraftrad, das seit mehr als 20 Jahren auf dem Berg gegenüber der Fröttmaninger Fußball-Arena steht.

"Zeit, dass sich was dreht", könnte man jetzt in Anspielung auf Herbert Grönemeyers alten Fußball-WM-Song lästern. Genehmigt wurde die Anlage nämlich schon 2014, allerdings unter Auflagen. Vor dem Bau der Windenergieanlage musste erst noch die Oberflächenabdichtung der ehemaligen Deponie geregelt werden, die Genehmigung dafür wurde diesen März erteilt. Aktuell werden die Kabel gezogen, mit denen der Anschluss an das Stromnetz erfolgt, als nächstes beginnen die Arbeiten am Fundament - so ein Windrad sollte sicher im Boden verankert sein.

Die Stadtwerke bezeichnen das Freimanner Windrad als "Schwester" der ersten Anlage. Ob es nun eine große oder eine kleine Schwester ist, das kann sich jeder selbst aussuchen. Der Turm, an dem es befestigt ist, ist 80 Meter hoch - also etwas kleiner als die Betonsäule mit einer Gesamthöhe von 100 Meter nebenan in Fröttmaning. Dafür ist der Rotor um einiges größer: 138 statt 66 Meter im Durchmesser.

© SZ vom 09.05.2020 / sim/kast

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