Architektur:Innenstadt-Flair für Freiham

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Architektur: Um den öffentlichen Raum zu beleben, liegen die Eingänge zu den Läden an Straßen und Plätzen, wie bei Einkaufszonen in der Innenstadt.

Um den öffentlichen Raum zu beleben, liegen die Eingänge zu den Läden an Straßen und Plätzen, wie bei Einkaufszonen in der Innenstadt.

(Foto: Isaria Projektentwicklung)

Großzügige Schaufensterfronten und hohe Arkaden: Das neue Stadtteilzentrum rund um den Mahatma-Gandhi-Platz soll zum Bummeln und Verweilen einladen.

Von Ellen Draxel

Die weiße Arkade ist weithin sichtbar und wirkt auf dem noch flachen Gelände, das sie umgibt, fast wie ein Kunstwerk. Einladend wie ein riesiges Tor ragt sie zwischen Bodenseestraße und Bildungscampus Freiham in den Himmel. Dabei ist sie mehr als das. Die Arkade ist ein Muster - mit vielen gleich aussehenden Schwestern wird sie künftig die Optik von Freihams Stadtteilzentrum ZAM prägen.

Auf einer Fläche von 100 000 Quadratmetern entsteht in den kommenden Jahren rund um den Mahatma-Gandhi-Platz das Herz des neuen Viertels an der Grenze zu Germering. Die Pläne basieren auf einem Entwurf der Hamburger Architekten Störmer Murphy and Partners. Dazu gehören ein stadtbildprägendes Wohn-Hochhaus, Fassaden aus Naturstein, farbiger Sichtbeton, Holzelemente, Putz- und Glasflächen - und eben die hohen Rundbögen. 27 000 Quadratmeter Verkaufsflächen in vier Gebäuden sollen die Arkaden verbinden. Der Anspruch, der von städtischer Seite aus an das neue Zentrum gestellt wird, ist hoch.

Architektur: Die erste Arkade steht schon. Sie soll mit vielen gleich aussehenden Schwestern die Optik von Freihams Stadtteilzentrum ZAM prägen.

Die erste Arkade steht schon. Sie soll mit vielen gleich aussehenden Schwestern die Optik von Freihams Stadtteilzentrum ZAM prägen.

(Foto: Isaria Projektentwicklung)

Die urbane Mitte von Freiham-Nord soll einerseits das Entrée zum Quartier bilden, andererseits gleichermaßen lebendiger Marktplatz, attraktiver Treffpunkt und Flaniermeile werden. Eine Konzeption, mit der Münchens Stadtplaner erstmals ausgetretene Pfade verlassen wollen. Das Waren- und Dienstleistungsangebot der Einkaufsmeile entspricht zwar dem einer Shopping-Mall. Aber die Eingänge zu den Läden liegen, nach dem Vorbild der Einkaufszonen in der Innenstadt, bei diesem Pioniermodell an Straßen und Plätzen, um den öffentlichen Raum zu beleben. Die Kombination von großzügigen Schaufensterfronten und prägenden Arkaden vor den Gebäuden soll dafür sorgen, dass der Bereich rund um den Mahatma-Gandhi-Platz ein gerne besuchter Ort wird. "Offenes Einkaufen" nennt das die Stadt.

Bauherren dieses Quartier-Aushängeschilds sind die Munich Future City West GmbH und die Isaria Projektentwicklungs GmbH. Errichtet werden auf dem Areal nördlich des S-Bahnhofs Freiham jedoch nicht nur Gewerbeflächen. Sondern auch rund 500 Wohnungen, darunter Apartments für Studenten, ein Hotel, Büro- und Praxisflächen sowie Einzelhandel und Gastronomie. Beginn der Bauarbeiten war bereits Anfang 2021, die offizielle Grundsteinlegung bei der Isaria ist für den Sommer geplant. Im Herbst 2024 können die Räumlichkeiten des Stadtteilzentrum dann voraussichtlich bezogen werden.

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