Seit 1847 öffnet das Schyrenbad – Münchens ältestes Freibad – seine Becken für badefreudige Gäste. Damals war der Besuch ausschließlich den Männern vorbehalten. Heutzutage fällt im Schyrenbad traditionell am 1. Mai der Startschuss für die neue Badesaison. Und selbst wenn das Wetter dabei generell eher keine Rolle spielt, waren die Außentemperaturen diesmal jedenfalls alles andere als problematisch: Strahlende Sonne lachte von einem wolkenlosen Himmel. Von jetzt an können Frühschwimmer Montag bis Freitag auch schon ab 7 Uhr ihre Bahnen ziehen, bis zum Mittag waren es am 1. Mai schon 1360 Schwimmer.
Am 15. Mai eröffnen dann auch die Freibäder Westbad, Michaelibad, Prinzregentenbad, Ungerer- und Dantebad. Das Naturbad Maria Einsiedel soll am 2. Juni in die Saison starten. Ob der Termin eingehalten werden kann, hängt jedoch von den Wasserpflanzen ab, die das Wasser auf natürliche Weise sauber halten. Denn in diesem Naturbad verzichten die Betreiber komplett auf Chlor in den Becken. Heiße Sommer beispielsweise beeinträchtigen die Wasserqualität. Grundsätzlich gelten dort aber dieselben Regeln wie bei Seen: Die Wasserqualität muss stimmen, bevor man baden kann.
Ebenfalls am 2. Juni öffnet nach Umbau und Sanierung das Bad Georgenschwaige wieder – und zwar als CO₂-neutrales Naturbad mit mikrobiologischer Wasseraufbereitung. Wie im Naturbad Maria Einsiedel bleibt dann das Wasser chlorfrei. Ein 1000 Quadratmeter großer Bodenfilter mit Schilf reinigt das Wasser, eine Photovoltaikanlage liefert den Strom.
Der Tagespreis für alle Freibäder beträgt in der Saison 2025 6,30 Euro, ermäßigt vier Euro. Laut Stadtratsbeschluss dürfen auch dieses Jahr Kinder bis zwölf Jahre kostenlos planschen – ebenso Inhaber des München-Passes und während der Ferienzeit auch Ferienpass-Besitzer.

