Sicherheit in München:Stadt schafft mehr Schutzplätze für Frauen

Sicherheit in München: Viele Frauen in München benötigen Hilfe. Deshalb werden im kommenden Jahr neue Schutzhäuser eröffnet. Das hat der Stadtrat einstimmig beschlossen.

Viele Frauen in München benötigen Hilfe. Deshalb werden im kommenden Jahr neue Schutzhäuser eröffnet. Das hat der Stadtrat einstimmig beschlossen.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Die beiden neuen Frauenhäuser sollen vor allem für Opfer von Gewalt in der Partnerschaft und Suchtkranke da sein. Mit dem Ausbau wolle man auch die sogenannte Istanbul-Konvention umsetzen.

Von Thomas Anlauf

Der Münchner Stadtrat wird deutlich mehr Schutzplätze für Frauen schaffen. Zu den bislang 78 Unterkünften in Frauenhäusern, in denen auch zahlreiche Kinder leben, sollen noch zwei weitere Frauenhäuser mit insgesamt bis zu 48 Wohnplätzen geschaffen werden. Das hat am Donnerstag der Sozialausschuss einstimmig beschlossen.

Die beiden neuen Häuser sollen Frauen vorbehalten sein, die Opfer von Gewalt in der Partnerschaft sind und gleichzeitig psychisch krank oder suchtkrank sind. Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) begrüßt den Ausbau des Angebots, denn "für diese spezielle Zielgruppe ist unser vorhandenes Angebot nicht ausgestattet". Mit den neuen Häusern, die im kommenden Jahr eröffnet werden sollen, könne diese Lücke geschlossen werden.

In München wurden schon 1977 bayernweit die ersten Plätze in Frauenhäusern geschaffen. Nicht nur das stetige Wachstum der Bevölkerung erfordere einen Ausbau des Angebots, die Stadt will damit auch die sogenannte Istanbul-Konvention umsetzen, die eine Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt rechtlich vorschreibt.

Demnach empfiehlt der Europarat eine sichere Unterkunft für Frauen und einen Platz für eine Familie pro 10 000 Einwohner. Das entspricht für München derzeit 156 Plätzen in einem Frauenhaus. Das neue Angebot soll jährlich etwa 3,5 Millionen Euro kosten, es sollen auch eigene Kinderbereiche geschaffen werden.

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