Als ich zum ersten Mal nach München kam, war ich Flüchtling. Ich erinnere mich an meine Angst vor Uniformen, vor Sicherheitskräften, vor staatlicher Macht. Während der Münchner Sicherheitskonferenz mied ich die Innenstadt. Der Bayerische Hof war für mich kein Ort des Dialogs, sondern ein Symbol der Distanz – zwischen denen, die über Sicherheit sprechen, und denen, die in Unsicherheit leben. Die Sicherheitskonferenz bedeutete für mich Absperrungen, Hubschrauber, bewaffnete Polizisten. Sie verstärkte das Gefühl, nicht dazuzugehören. Sicherheit war etwas, das andere für sich beanspruchten – und das mir Angst machte.
SZ-Kolumne Typisch deutsch#Söderisst trifft #Syrerisst
Lesezeit: 2 Min.

Unser Autor begegnet dem bayerischen Ministerpräsidenten bei der Sicherheitskonferenz und berichtet ihm von seinen eigenen kulinarischen Vorlieben.
Kolumne von Mohamad Alkhalaf
