Kinofilm „Therapie für Wikinger“Bitterböse und unglaublich erfolgreich

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Unvorteilhafte Frisur und seltsame Klamotten: Filmstar Mads Mikkelsen beweist Mut zur Hässlichkeit.
Unvorteilhafte Frisur und seltsame Klamotten: Filmstar Mads Mikkelsen beweist Mut zur Hässlichkeit.
Neue Visionen Filmverleih
  • Mads Mikkelsen spielt in der dänischen Komödie „Therapie für Wikinger" einen Sonderling namens John, der sich selbst verletzt und Hunde klaut.
  • Der Film von Anders Thomas Jensen ist eine makabre Mischung aus bitterbösem Humor und brutaler Gewalt über Männer mit Aggressionsproblemen.
  • In Dänemark ist „Therapie für Wikinger" einer der erfolgreichsten Filme der vergangenen Jahre und startet am 25. Dezember in deutschen Kinos.
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Mads Mikkelsen mal ganz anders: Im dänischen Kinohit „Therapie für Wikinger“ verkörpert der Schauspieler einen Sonderling mit Erinnerungslücken.

Von Josef Grübl

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Manfred heißt jetzt John. Das sagt er selbst, das weiß auch seine Schwester. Nur sein Bruder Anker, der 15 Jahre lang im Gefängnis saß, kann sich den neuen Namen nicht merken. Das hat Folgen: Jedes Mal, wenn John alias Manfred falsch angesprochen wird, tut er sich etwas an. Dann springt er aus dem Fenster oder aus fahrenden Autos. Nebenbei klaut er jeden Hund, den er zu fassen bekommt. Oder singt Abba-Songs, selbst wenn er sich eigentlich als Reinkarnation von John Lennon sieht. Warum er das alles macht, ist nicht ganz klar: Wer eine medizinische Diagnose erwartet, sitzt im falschen Film.

Wer den dänischen Superstar Mads Mikkelsen einmal als nicht näher definierten und Hunde klauenden Sonderling sehen will, mit unvorteilhafter Frisur, hässlicher Brille und seltsamen Klamotten, liegt genau richtig: „Therapie für Wikinger“ ist eine makabre Komödie, in der Männer Grenzen austesten und Dinge tun, die sie vermutlich selbst nicht ganz verstehen.

Die Mischung aus bitterbösem Humor, brutaler Gewalt, Familienaufstellung und Therapiestunde ist eigenwillig – und unglaublich erfolgreich: In Dänemark ist der Film von Anders Thomas Jensen einer der erfolgreichsten der vergangenen Jahre.

Schon mit früheren Kinohits wie „Adams Äpfel“, „Men & Chicken“ oder „Helden der Wahrscheinlichkeit“ beschäftigte sich der Regisseur und Drehbuchautor mit Männern und deren Aggressionsproblemen. Männern wie John etwa, der sich partout nicht daran erinnern mag, was er als Manfred einst getan hat. Was wiederum seinen Bruder Anker Dinge tun lässt, die er vermutlich selbst nicht ganz versteht.

Therapie für Wikinger, DK 2025, Regie: Anders Thomas Jensen, Kinostart am Donnerstag, 25. Dezember, läuft in mehreren Kinos in München und im Umland

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