Auszeichnung für Thomas WöbkeProduzent von „September 5“ erhält Filmpreis der Stadt München

Der Kinofilm „September 5“ mit Leonie Benesch (2. v. li.) erzählt das Münchner Olympia-Attentat 1972 aus der Perspektive der beteiligten Fernsehteams.
Der Kinofilm „September 5“ mit Leonie Benesch (2. v. li.) erzählt das Münchner Olympia-Attentat 1972 aus der Perspektive der beteiligten Fernsehteams. Constantin Film Verleih/Jürgen Olczyk

Der mit 10 000 Euro dotierte und alle drei Jahre vergebene Filmpreis der Stadt München geht an Thomas Wöbke. Der Produzent hat zuletzt mit dem Oscar-nominierten Drama „September 5“ auf sich aufmerksam gemacht.

Von Bernhard Blöchl, München

Sein Name ist eng verbunden mit deutschen Filmerfolgen wie „Nach Fünf im Urwald“ (1996), „Lichter“ (2003), „Sommersturm“ (2004) und jüngst „September 5 – The Day Terror Went Live“ (2024): Nun wird der Produzent Thomas Wöbke, Jahrgang 1962, mit dem Filmpreis der Stadt München ausgezeichnet.

Der Preis wird für das herausragende Gesamtwerk von Filmschaffenden vergeben, die in ihrem Werk eine deutliche Beziehung zu München erkennen lassen. Er wird alle drei Jahre vergeben und ist mit 10 000 Euro dotiert. Wöbke soll die Auszeichnung im Laufe des Jahres vor geladenen Gästen erhalten.

Ein gutes Jahr für Thomas Wöbke (links) und sein Team des Oscar-nominierten Spielfilms „September 5“ (von links nach rechts): Rüdiger Böss, Philipp Trauer (Produktion), Tim Fehlbaum (Regie) und Moritz Binder (Drehbuch).
Ein gutes Jahr für Thomas Wöbke (links) und sein Team des Oscar-nominierten Spielfilms „September 5“ (von links nach rechts): Rüdiger Böss, Philipp Trauer (Produktion), Tim Fehlbaum (Regie) und Moritz Binder (Drehbuch). Robert Haas

In der Jurybegründung heißt es unter anderem, Wöbke habe bereits ab Ende der Neunzigerjahre „die sichtbare Spur eines möglichen anderen deutschen Kinos hinterlassen“. Sein Name stehe für Aufbruch und Angriffslust auf der Leinwand.

Wöbke war und ist in unterschiedlichen Firmen aktiv (Claussen & Wöbke, Claussen+Wöbke+Putz, Berghaus Wöbke). Er war 2003 Gründungsmitglied der Deutschen Filmakademie und gewann mehrmals den Bayerischen Filmpreis.

Zuletzt waren Dominik Graf (2022), Gisela Schneeberger (2019), Caroline Link (2016) und Michael Verhoeven (2013) mit dem Filmpreis der Stadt München ausgezeichnet worden.

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