Noch bis zum Wochenende ist im Filmmuseum das Filmfest München zu Gast, gezeigt werden unter anderem der gerade erst mit dem QMS Award ausgezeichnete LGBTIQ-Film „Outerlands“ (3. Juli) oder ein US-Dokumentarfilm über die Geschichte der Videotheken („Videoheaven“, 5. Juli).
Ein Fest sind auch die Internationalen Stummfilmtage, mit denen es am 8. Juli im Filmmuseum weitergeht: Wie jedes Jahr im Sommer werden Stummfilme mit Live-Musik aufgeführt. Der älteste unter ihnen ist 110 Jahre alt: Charlie Chaplins „The Tramp“ läuft am 22. Juli. Chaplin ist einer der größten Stars der Filmgeschichte, Regisseure wie Ernst Lubitsch („Der Student von Heidelberg“, 10. Juli), Friedrich Wilhelm Murnau („Nosferatu. Eine Symphonie des Grauens“, 12. Juli) oder Buster Keaton („Go West“, 22. Juli) wurden ebenfalls zu Stars. Aber auch unbekannte Filme oder erst kürzlich Neuentdecktes stehen auf dem Spielplan.
Bekannte Namen vor und hinter der Kamera hat die 1923 entstandene Komödie „Mysterien eines Frisiersalons“ zu bieten: Niemand Geringerer als Bertolt Brecht führte Regie, vor der Kamera standen Karl Valentin und Liesl Karlstadt. Es geht um die absurden Erlebnisse eines Friseurs und seiner Kunden, denen er sich nicht nur mit Kamm und Schere nähert, sondern auch mit Hammer und Stemmeisen. Richard Siedhoff und Mykyta Sierov sorgen bei diesem Film für die musikalische Begleitung, an den anderen Abenden sind Sabrina Zimmermann und Mark Polgolski, Stephen Home oder Günter A. Buchwald und Franc Bockius zu Gast.
Zusätzlich zu den Filmvorführungen sind Vorstellungen zu den Anfängen der Filmgeschichte geplant, los geht es am 13. Juli mit dem Filmessay „Das goldene Zeitalter der Kinematografie“, das Regisseur Hartmut Bitomsky persönlich vorstellen wird.
Internationale Stummfilmtage, Dienstag, 8., bis Sonntag, 27. Juli, Filmmuseum, Sankt-Jakobs-Platz 1

