Filmtipp: Preview in München:Wildwuchs der Liebe

Filmtipp: Preview in München: Ein schmachtender Schriftsteller und eine aufgewühlte Verlegerin: Lars Eidinger und Isabelle Huppert in "Die Zeit, die wir teilen".

Ein schmachtender Schriftsteller und eine aufgewühlte Verlegerin: Lars Eidinger und Isabelle Huppert in "Die Zeit, die wir teilen".

(Foto: Camino Filmverleih)

Lars Eidinger als Verehrer von Isabelle Huppert: Bei den Münchner Filmkunstwochen läuft "Die Zeit, die wir teilen" vor dem offiziellen Kinostart.

Von Magdalena von Zumbusch

Der französische Regisseur Laurent Larivière lässt in seinem neuen Film die Verlegerin Joan Verra (Isabelle Huppert) ihre Lebensgeschichte erzählen. Anlass für die Erzählung ist eine unerwartete Begegnung. Verras Jugendliebe Doug (Stanley Townsend) ist plötzlich in Paris. Mit dem Iren hatte sie als Jugendliche ein kurzes, aber folgenreiches Liebesabenteuer verbunden: Ihr Sohn Nathan war entstanden. Ob sie Kinder habe, die Frage kommt schnell auf, und sie muss sich entscheiden, ob sie Doug das geheim gehaltene Kind gesteht. Aufgewühlt von der Begegnung, findet Verra Halt bei ihrem Verehrer: dem Schriftsteller Tim Ardenne, dessen selbstvergessenes Schmachten Lars Eidinger darstellen darf.

Außerdem bei ihrem inzwischen erwachsenen Sohn (Swann Arlaud), den etwas schwer Greifbares umgibt: Ist er möglicherweise nur (noch) in Verras Kopf existent? Der auf der Berlinale uraufgeführte Film spielt mit verschiedenen Wahrnehmungs- und Zeitebenen. In einer Art Bewusstseinsstrom fließen Gegenwart und Fragmente der Vergangenheit ineinander. Bei den Münchner Filmkunstwochen ist die internationale Koproduktion als Preview vor dem offiziellen Kinostart Ende August zu sehen.

Die Zeit, die wir teilen, Regie: Laurent Larivière, Preview, OmU, So., 14. Aug., 15 und 20 Uhr, ABC-Kino, Herzogstraße 1a

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