„Heartbeatz Festival“Chaos um Open-Air mit Star-DJ

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DJ Robin Schulz zählt zum Line-up des geplanten und nun verschobenen „Heartbeatz Festivals“ in München (Archivbild).
DJ Robin Schulz zählt zum Line-up des geplanten und nun verschobenen „Heartbeatz Festivals“ in München (Archivbild). Thomas Frey/dpa

Robin Schulz und andere Künstler sollen beim „Heartbeatz Festival“ auftreten – aber wann und wo? Erst gab es Streit um einen Standort, dann einen Umzug und jetzt die kurzfristige Absage. Wie sich die Veranstalter erklären.

Von Patrik Stäbler

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Auch nach dem Umzug auf das Gelände des „Lucky Star“ steht das „Heartbeatz Festival“ unter keinem glücklichen Stern. So wird die Open-Air-Veranstaltung vom ursprünglich anvisierten Termin an diesem Wochenende auf Anfang September verschoben. Grund hierfür seien „infrastrukturelle Herausforderungen“, heißt es seitens der Veranstalter. Die waren für Rückfragen nicht zu erreichen.

Ihr Musikfestival, für das bereits eine Reihe von Rappern, DJs und Popsängerinnen feststanden, sollte ursprünglich auf dem Gelände einer ehemaligen Kiesgrube in Waldperlach stattfinden, was scharfen Protest aus der Lokalpolitik sowie von Anwohnenden und Umweltschutzverbänden hervorrief. Infolgedessen wurde die Veranstaltung vor einigen Wochen ins „Lucky Star“ verlegt – ein im Sommer 2025 eröffnetes Zwischennutzungsquartier auf dem früheren Firmenareal von Knorr-Bremse nördlich des Olympiadorfs. Nun folgt auf diesen Ortswechsel also auch noch eine Vertagung um fast drei Monate.

„Die Verschiebung ermöglicht es uns, alle Voraussetzungen für ein sicheres, reibungsloses und hochwertiges Festival zu schaffen“, heißt es auf der Homepage der Veranstaltung, hinter der zwei Neubiberger aus dem Landkreis München stehen. Und weiter: „Wir wissen, dass viele von euch bereits geplant, gebucht und sich auf das Festival gefreut haben. Für die entstandenen Umstände möchten wir uns aufrichtig entschuldigen und danken euch für euer Verständnis und eure Geduld.“ Im Zuge des Ortswechsels war die Festivaldauer bereits von drei auf zwei Tage verkürzt worden. Nun soll die Veranstaltung allein am 5. September über die Bühne gehen. Bereits gekaufte Tickets behalten laut den Organisatoren ihre Gültigkeit. Weitere Informationen hierzu sollen „in Kürze“ veröffentlicht werden.

Die Pläne für ein Musikfestival mit täglich bis zu 20 000 Menschen auf dem Areal des früheren Kieswerks Mächler hatten nach dem Bekanntwerden im April für viel Aufregung in Waldperlach gesorgt. Aus Sorge vor Vermüllung, Lärm und einem Parkchaos protestierten nicht nur Anwohnende, sondern auch der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach. Dessen Vorsitzender Thomas Kauer (CSU) betonte: „Wir sind uns alle einig, dass das kein geeigneter Ort ist für eine solche Veranstaltung.“ In der Folge machten auch die Münchner Kreisgruppen des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz sowie des Bunds Naturschutz gegen die Pläne mobil und warnten vor einer Gefährdung geschützter Tiere in der ehemaligen Kiesgrube.

Das ehemalige Kieswerk Mächler in Waldperlach. Dessen Nachbarn gerieten in Aufruhr, nachdem das Festival zunächst dort stattfinden sollte.
Das ehemalige Kieswerk Mächler in Waldperlach. Dessen Nachbarn gerieten in Aufruhr, nachdem das Festival zunächst dort stattfinden sollte. Stephan Rumpf

Mutmaßlich wegen des massiven Protests verkündeten die Veranstalter Mitte Mai einen Umzug in den Münchner Norden und betonten dabei, dass alle zugesagten Künstlerinnen und Künstler auch dort auftreten würden – darunter der bekannte DJ Robin Schulz, der Rapper Gzuz sowie Mike Singer, Anna Grey und Cassö. Bei der Vorstellung ihrer ursprünglichen Pläne hatten die Organisatoren auf den karitativen Ansatz des Musikfestivals hingewiesen. Ihnen zufolge sollte der komplette Gewinn aus dem Ticketverkauf an wohltätige Organisationen gehen; unter anderem kooperiere man hierzu mit der Deutschen Kinderkrebshilfe und der Deutschen Knochenmarkspenderdatei.

Vom zuständigen Kreisverwaltungsreferat (KVR) lag zu keinem Zeitpunkt eine Genehmigung für das Festival am zunächst anvisierten Termin an diesem Wochenende vor – weder auf dem einstigen Kieswerk-Gelände am Perlacher Wald noch im „Lucky Star“. Jedoch seien die Abstimmungen zur Veranstaltungssicherheit in den letzten Zügen und der Genehmigungsprozess „nahezu abgeschlossen“ gewesen, teilt eine Sprecherin des KVR mit. „Eine Genehmigung wurde aufgrund der überraschend eingegangenen Verschiebung aber nicht mehr erteilt.“

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