Auf einem Betriebsgelände in der Detmoldstraße ist es am frühen Montagmorgen zu einem Brand gekommen. Der Notruf bei Polizei und Feuerwehr sei gegen 3.10 Uhr am Morgen eingegangen, heißt es in einem Bericht der Polizei.
Am Brandort standen unter anderem mehrere Lkw und ein Kleinbagger unter Feuer. Verletzt wurde nach aktuellen Angaben niemand. Auch eine Schadenshöhe ist bisher nicht bekannt, ersten Einschätzungen zufolge dürfte es sich jedoch um einen mindestens sechsstelligen Betrag handeln.
Da Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung vorliegen, hat die Münchner Kriminalpolizei die weiteren Ermittlungen zur Brandursache übernommen. Das für Branddelikte zuständige Kommissariat 13 des Polizeipräsidiums München bittet um Hinweise und mögliche Zeugenbeobachtungen unter 089 29100.
In München und Umgebung ist es seit 2019 zu mindestens 30 derartigen Brandlegungen gekommen. Zuletzt hatten Unbekannte Ende Juli einen Bauzug in Brand gesetzt, auch hier ging der Schaden in die Hunderttausende. Ziel der Brandstifter sind zumeist Einrichtungen der sogenannten „Kritischen Infrastruktur“, unter anderem Brücken, Bahnstrecken oder Stromleitungen. Die übrigen Anschlagsziele waren Forstmaschinen, Lagerhallen, Baustellenfahrzeuge.
Das Polizeipräsidium hat daraufhin die Ermittlungsgruppe „Raute“ gegründet und untersucht politische Hintergründe der Brandlegungen. Die Ermittlungsgruppe hat sich auch in den jüngsten Fall eingeschaltet, außerdem hat die Generalstaatsanwaltschaft den Fall an sich gezogen. Sie ist für Staatsschutz-Delikte zuständig.