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Faschingsdienstag:Tausende kommen zum Tanz der Marktfrauen auf den Viktualienmarkt

Es ist das 33. Mal, dass sich der Höhepunkt des Münchner Faschings in dieser Form jährt. Viele der Besucher kommen in aufwendigen Kostümen, manche sind ziemlich politisch.

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Faschingsdienstag in Bayern

Quelle: dpa

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Am Faschingsdienstag kamen nach Angabe der Polizei rund 7000 Besucher auf den Viktualienmarkt, um beim Tanz der Marktfrauen dabei zu sein. Die zehn Tänzerinnen um ihre Sprecherin Christl Lang (rechts, im grünen Kleid) traten in aufwendigen Kostümen auf. Angenähte Blumen, Lochkrapfen, Gurken und anderes Marktgut symbolisieren die Stände, an denen die Frauen an normalen Tagen arbeiten.

Faschingsdienstag in Bayern

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Doch der Faschingsdienstag ist traditionell alles andere als ein normaler Tag. Vor allem für die tanzenden Marktfrauen. Seit Oktober, so die Sprecherin der zehnköpfigen Gruppe, hatten sie sich unter Anleitung von Tanzlehrer Christian Langer (nicht im Bild) an ihrer Choreografie gefeilt. Und ein Grund zum Anstoßen, abgesehen davon, dass eben Fasching ist, gab es auch: ein Schnapszahljubiläum. Seit 33 Jahren gibt es nun den Tanz der Marktweiber.

Tanz der Marktfrauen am Viktualienmarkt

Quelle: Florian Peljak

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Auf dem zentralen Platz, wo normalerweise Tische und Bänke des Biergartens aufgebaut sind, versammelten sich rund um die Bühne Tausende Menschen, viele davon in Kostümen.

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Quelle: Moses Omeogo

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Ein Kostüm mit unverkennbar politischem Bezug trägt dieser Narr: Er hat sich als Kanzlerin verkleidet und stilecht die Hände vor dem Blazer zu einer Raute geformt. Für Angela Merkel hingegen eher unüblich: der Minirock.

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Quelle: Moses Omeogo

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Die Polizei hatte bereits nach dem Terroranschlag auf den Weihnachtsmakrt am Berliner Breitscheidplatz im Jahr 2016 das Sicherheitskonzept für den Faschingsdienstag auf dem Viktualienmarkt überarbeitet und verschärft. Auf dem Platz selbst waren jedoch mehr verkleidete als echte Polizisten zu sehen, wobei es sich bei der Uniform im Bild nicht um eine Kostümierung handelt. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hatte seine Teilnahme an allen Faschingsveranstaltungen nach den tödlichen Attacken in Hanau für dieses Jahr abgesagt. Und natürlich spielte auch der mutmaßliche Angriff auf den Rosenmontagsumzug im nordhessischen Volkmarsen mit mehr als 50 Verletzten eine Rolle. Zumindest vorab. Kommunalreferentin und OB-Kandidatin Kristina Frank (CSU) äußerte Anteilnahme, sagte aber auch vorab: "Wir dürfen dem Terror nicht unser Leben widmen und auch trotzdem feiern".

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Auch in den hinteren Gassen des Viktualienmarktes feierten Kostümierte an den Ständen, manche Marktbuden sind am Faschingsdienstag zu Bars umgebaut mit reichlich alkoholischen Getränken zu Partymusik.

Faschingsdienstag in Bayern

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Zu einer der gelungensten Verkleidungen gehört ohne Zweifel diese. Eine junge Frau hat sich als Gemälde verkleidet und war als "Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge" auf den Viktualienmarkt gekommen. Das berühmte Gemälde des niederländischen Malers Jan Vermeer hängt im Original im Mauritshuis in Den Haag.

Faschingsdienstag in Bayern

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Waldschratig: Diese beiden Besucher des Tanzes der Marktweiber haben sich im Brauch des Winteraustreibens verkleidet.

Faschingsdienstag in Bayern

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Bei milden Temperaturen aber rauem Wind sorgte Marktweiber-Sprecherin Christl Lang für gute Stimmung. Auch wenn sie von den mehr als einem Dutzend Tänzen zwischendurch ganz schön außer Puste kam. Ungeachtet dessen stimmte sie gleich mehrmals den Team-Schrei der Marktfrauen an: "Wie san ma? Gut san ma? Wie san ma? Mei san mia guad".

Faschingsdienstag in Bayern

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Und natürlich richteten sich manche der Verkleidungen auch an politische Vorgänge. So wie diese, die aus Kassenbons besteht und die neueingeführte Belegpflicht etwa für Bäckereien aufs Korn nimmt.

© SZ.de/pvn
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