Die Stadt München versucht, die Flut von Falschinformationen zu den Themen Migration und Flucht einzudämmen. Die im Rathaus angesiedelte Fachstelle für Demokratie hat vier Faltblätter veröffentlicht unter dem Titel „Fakten gegen Fake News“. Sie sollen Bürgern als Argumentationshilfe dienen, wenn sie gegen Falschinformationen argumentieren wollen.
Anlass der Veröffentlichungen sei, dass „vereinfachte, stereotype und zum Teil rassistische Darstellungen“ in der Migrationsdebatte immer präsenter würden, beklagt die Fachstelle in einer Mitteilung. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sagt: „Es ist wichtiger denn je, dass wir respektvoll miteinander umgehen, uns dabei an Tatsachen orientieren und rassistische Untertöne vermeiden.“
Die Faltblätter beschäftigen sich mit den Themen Wohnen, Sozialleistungen, Kriminalität und Arbeit, immer mit Bezug zu München. So informiert die Stadt beispielsweise darüber, unter welchen Voraussetzungen Geflüchtete eine Wohnung in München bekommen. Fazit: „Geflüchtete nehmen uns nicht den Wohnraum weg.“ Im Gegenteil, viele Menschen mit Namen, die nicht deutsch klingen, würden gerade bei der Wohnungssuche oft diskriminiert.

