Fahrradklima-TestWie zufrieden sind die Münchner mit ihren Radwegen?

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Wo die Radwege schon so ausgebaut sind wie zumindest an der Münchner Freiheit auf dem noch unvollständigen Radschnellweg nach Garching, kommen Menschen auf zwei Rädern entsprechend schnell voran.
Wo die Radwege schon so ausgebaut sind wie zumindest an der Münchner Freiheit auf dem noch unvollständigen Radschnellweg nach Garching, kommen Menschen auf zwei Rädern entsprechend schnell voran.
Foto: Stephan Rumpf
  • In München werden inzwischen rund 21 Prozent aller Wege mit dem Rad zurückgelegt, da viele das Rad als schnelle Alternative wählen.
  • Der ADFC startet bis zum 30. November den Fahrradklima-Test, bei dem Radfahrer die Situation in ihrer Kommune bewerten können.
  • München erhielt beim letzten Test 2024 die Note 3,9 und landete auf Platz fünf von 15 deutschen Großstädten mit mehr als 500 000 Einwohnern.
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Alle zwei Jahre ermittelt der Fahrradclub ADFC per Umfrage in ganz Deutschland die Stimmung der Radfahrer in den Kommunen – erstmals auch unter Kindern und Jugendlichen. Zuletzt hat die Stadt das Klassenziel in einigen Kategorien nicht erreicht.

Von Andreas Schubert

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In München sind immer mehr Radfahrer unterwegs. Gerade in Zeiten wie diesen, in denen der öffentliche Nahverkehr durch Staus und Baustellen ausgebremst wird, wählen viele Münchnerinnen und Münchner, auch Pendelnde von außerhalb, das Rad als schnelle und kostengünstige Alternative im Straßenverkehr. So werden inzwischen rund 21 Prozent aller Wege mit dem Rad zurückgelegt. Betrachtet man die Länge der zurückgelegten Strecken, liegt der Radverkehr noch bei 14 Prozent, zum Vergleich: 48 Prozent der Wegstrecken werden mit dem „Motorisierten Individualverkehr“ absolviert. Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2023, die folgenden Umfragen sollen im Fünfjahresturnus erfolgen, die nächste also 2028.

Alle zwei Jahre hingegen ermittelt der Fahrradklub ADFC deutschlandweit per Online-Umfrage, wie zufrieden die Menschen mit der Situation für Radler in ihrer Kommune sind. Dieser „Fahrradklima-Test“ ist nun gestartet. Bis zum 30. November können Radfahrer und Radfahrerinnen unter fkt.adfc.de 27 Fragen beantworten und dabei unter anderem bewerten, wie aus ihrer Sicht der Zustand der Radwege ist, wie viel schon fürs Radfahren getan wird, ob Radfahren Spaß macht oder eher Stress verursacht.

Zum ersten Mal beim Fahrradklima-Test gibt es auch eine eigene Umfrage für Kinder und Jugendliche. Gerade diese bräuchten auf dem Weg zur Schule, zum Sport oder in der Freizeit besonders sichere Bedingungen, teilt der ADFC mit. „Kinder und Jugendliche erleben den Straßenverkehr anders als Erwachsene“, sagt Andreas Schön, Vorsitzender des ADFC München. „Ihre Antworten können sehr konkret zeigen, ob junge Menschen in München und im Umland gerne Rad fahren und was sich ändern muss, damit sie sicher und selbständig unterwegs sein können.“ Das bundesweite Ranking der fahrradfreundlichsten Städte und weitere Ergebnisse der Befragung werden im Frühjahr 2027 vorgestellt.

„Wer regelmäßig mit dem Fahrrad in München oder den Landkreis-Gemeinden unterwegs ist, weiß am besten, was gut funktioniert, wo Kreuzungen unübersichtlich sind und wo es an Radwegen fehlt“, so Schön. „Die Ergebnisse zeigen uns und den politisch Verantwortlichen, wo München und der Landkreis beim Radverkehr wirklich stehen und wo noch nachgebessert werden muss.“

München kommt bei der Umfrage, die seit 1998 regelmäßig stattfindet, traditionell nicht gut weg. Die Teilnehmer vergeben Schulnoten für die jeweiligen Aspekte, in der Summe kam bisher für München immer ein „Ausreichend“ heraus. Beim Fahrradklima-Test 2024, an dem sich 4552 Menschen beteiligt hatten, war es eine 3,9. München landete damit auf Platz fünf von 15 bewerteten deutschen Großstädten mit mehr als  500 000 Einwohnern.

Damals kam die Erreichbarkeit des Stadtzentrums auf eine glatte Drei, der Spaßfaktor des Radelns aber nur auf ein 3,7. Schlecht schnitten etwa der Winterdienst, das Sicherheitsgefühl, die Führung an Baustellen ab – alles wurde schlechter als mit der Note Vier bewertet. Bei der Ampelschaltung für Radler (4,8), der Breite der Radwege (5) und der Falschparkerkontrolle (ebenso 5) erreichte die Landeshauptstadt das Klassenziel nach Meinung der Teilnehmer eindeutig nicht.

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