Wissenschaft und LehreMünchner Universitäten bleiben „exzellent“

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Die LMU (im Bild) und die TUM gehören zu den Spitzenuniversitäten in Deutschland.
Die LMU (im Bild) und die TUM gehören zu den Spitzenuniversitäten in Deutschland. Christian Schroedter/Imago
  • Die LMU und TUM haben zum vierten Mal in Folge den Titel „Exzellenz-Universität" errungen und sind die einzigen deutschen Hochschulen, die seit Beginn des Förderprogramms vor 20 Jahren jedes Mal prämiert wurden.
  • Beide Universitäten werden mit jeweils sieben Exzellenzclustern gefördert, wobei für den Titel mindestens drei Cluster erforderlich sind.
  • Die Exzellenzstrategie stellt jährlich 533 Millionen Euro zur Verfügung, wobei sich Bayern mit 25 Prozent an der Förderung beteiligt.
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Die beiden großen Münchner Unis haben ihren Status als Exzellenzuniversitäten verteidigt. Der ist nicht nur prestigeträchtig, sondern bringt den Spitzenhochschulen auch viel Geld.

Von Katharina Haase

Zum vierten Mal in Folge haben die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und die Technische Universität München (TUM) den Titel „Exzellenz-Universität“ errungen. Das teilten der Wissenschaftsrat, die Forschungsgemeinschaft (DFG) und das Bundesforschungsministerium am Mittwochabend in Bonn mit. Es sind die einzigen beiden deutschen Hochschulen, die seit Beginn des Förderprogramms von Bund und Ländern vor 20 Jahren jedes Mal prämiert wurden.

Die sogenannte „Exzellenzstrategie“ ist eine Vereinbarung zwischen Bund und Ländern, mit der seit 2016 Spitzenforschung sowie die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Universitäten gefördert werden sollen. Dafür werden jährlich insgesamt 533 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Mit diesen werden sowohl einzelne „Exzellenzcluster“ gefördert – Projekte zu international wettbewerbsfähigen Forschungsfeldern – als auch die Universitäten selbst.

LMU-Präsident Matthias Tschöp (von links), Wissenschaftsminister Markus Blume und TUM-Präsident Thomas Hofmann freuen sich über den Erfolg der beiden Münchner Universitäten.
LMU-Präsident Matthias Tschöp (von links), Wissenschaftsminister Markus Blume und TUM-Präsident Thomas Hofmann freuen sich über den Erfolg der beiden Münchner Universitäten. Axel Koenig/StMWK

Um den Titel „Exzellenz-Universität“ tragen zu dürfen, muss eine Universität die Förderung von mindestens drei Clustern erwerben. An LMU und TUM werden jeweils sieben Exzellenzcluster mit Fördergeldern unterstützt. Bei einigen davon handelt es sich um Gemeinschaftsprojekte. Die Entscheidung über die weitere Förderung bereits ausgezeichneter Universitäten fällte ein aus 39 internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bestehendes Expertengremium.

Die beiden Hochschul-Präsidenten zeigten sich zufrieden über die Entscheidung. „Das ist ein wichtiger Erfolg für die LMU und den Wissenschaftsstandort München“, sagt LMU-Präsident Matthias Tschöp, der seit Oktober vergangenen Jahres im Amt ist. Sein besonderer Dank gelte „den Forschenden und den Mitarbeitenden“, die die Basis für die erneute Auszeichnung schon vor Langem gelegt hätten. Diese bestätige nun die konsequente Ausrichtung der LMU auf „global kompetitive Spitzenforschung und bahnbrechende Innovation“.

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Auch TUM-Präsident Thomas Hofmann äußerte sich erfreut über den Erfolg. Die vielfältigen Talente der Universitätsgemeinschaft – wie Studierende, Professoren, Gründerinnen – bestimmten den „Herzschlag der TUM“, so Hofmann. „Uns alle verbindet das Streben nach Exzellenz – aber nicht um der Exzellenz willen, sondern mit dem Ziel, Verantwortung zum Wohle der Menschheit zu übernehmen.“ Die TUM sei mehr als eine Exzellenz-Universität – „sie ist eine Haltung“.

Für Bayern Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU) bleibt München mit der erneuten Auszeichnung der beiden Universitäten das „Epizentrum der Exzellenz“. LMU und TUM seien „Magnete im internationalen Wettbewerb“ und würden so zum Aushängeschild Bayerns in der Welt. Die Staatsregierung beteiligt sich mit jeweils 25 Prozent an der Förderung der in Bayern ausgezeichneten Universitäten.

Im Oktober soll zudem über die Förderung von Neuanträgen bisher nicht geförderter Hochschulen entschieden werden. Dann hat die Julius-Maximilians-Universität Würzburg ebenfalls die Chance, den Titel „Exzellenz-Universität“ sowie eine entsprechende Förderung zu erlangen.

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