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Hochschulen:München hat weiter zwei Exzellenz-Unis

Ludwig-Maximilians-Universität in München

Mal wieder Exzellenzuni: die LMU in München.

(Foto: Andreas Gebert/dpa)
  • Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und die Technische Universität (TU) sind erneut mit dem Titel "Exzellenzuniversität" ausgezeichnet worden.
  • Für beide Hochschulen bedeutet das gemeinsam rund 20 Millionen Euro Fördergelder in den nächsten sieben Jahren.
  • LMU und TU setzten sich gegen 17 andere deutsche Universitäten durch.

Die mit Spannung erwartete Entscheidung zur Exzellenzstrategie hat an den beiden größten Münchner Hochschulen Jubel ausgelöst. Sowohl die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) als auch die Technische Universität (TU) dürfen in den kommenden sieben Jahren weiterhin den Titel "Exzellenzuniversität" tragen. An die beiden Münchner Unis fließen jährlich knapp 20 Millionen Euro vom Bund, der Freistaat legt gut sechs Millionen Euro obendrauf.

Nach einem bundesweiten Bewerbungsmarathon waren zuletzt noch 17 Universitäten und die beiden Universitätsverbünde aus Berlin und Hannover im Rennen. An die elf Besten der Besten geht nun der Titel, der mit Prestige und viel Geld verbunden ist. Insgesamt fließen 148 Millionen Euro pro Jahr an die Exzellenzuniversitäten. Eine 39-köpfige Wissenschaftskommission hatte in den vergangenen dreieinhalb Tagen in Bonn getagt und ihre Wahl am Freitagnachmittag bekannt gegeben.

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"Die tiefgreifenden, konsequenten Reformen von zwei Jahrzehnten haben uns Recht gegeben, wir haben vielfach neue Standards gesetzt. So sind wir auf Spitzenniveau für die Zukunft gerüstet", sagte TU-Präsident Wolfgang Herrmann nach der Bekanntgabe. "Ohne die Leistungen und das Engagement aller Mitstreiter an unserer Universität wäre der neuerliche Erfolg in diesem anspruchsvollen Exzellenz-Wettbewerb nicht möglich gewesen", betonte LMU-Präsident Bernd Huber. Jetzt fange die Arbeit eigentlich erst an. "Wir haben uns viel vorgenommen mit neuen Forschungsprojekten. Wir können nun, mit der Sicherheit der Mittel, die Rekrutierung hochkarätiger Wissenschaftler flexibler gestalten."

Die Voraussetzung für die Bewerbung um den Titel "Exzellenzuniversität" meisterten die beiden Münchner Unis im vergangenen Herbst. Ende September waren vier der sechs eingereichten Projekte ausgewählt worden. Bemerkenswert dabei ist, dass nur die vier von der TU und LMU gemeinsam eingereichten sogenannten Exzellenzcluster erfolgreich waren.

Trotz dieser Erfahrung hatten sich TU und LMU einmal mehr im Alleingang um den begehrten Titel bemüht. Grund seien die unterschiedlichen Strategien und Ziele der Universitäten, so Herrmann. Allerdings verfolge man in Abstimmung mit der LMU durchaus eine sogenannte One-Munich-Strategie. Vorbild dafür seien etwa amerikanische Universitäten wie jene im Großraum San Francisco.

Im Zentrum der TU-Strategie steht unter anderem die Neuorientierung der Ingenieurausbildung im Leitkonzept des "Human-Centered Engineering", in einem massiven Ausbau der Geistes- und Sozialwissenschaften sowie in einem neuen Karriereprogramm für den akademischen Mittelbau. Die TU wird neben den beantragten Mitteln aus der Exzellenzstrategie auch eigenes Geld investieren. Das Gesamtprojekt ist auf mehr als 270 Millionen Euro budgetiert.

Die "Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder" ist das Nachfolgeprogramm der Exzellenzinitiative. LMU und TU sind die einzigen Universitäten in Deutschland, die durchgehend seit 2006 den Titel "Exzellenzuniversität" führen dürfen.