Silvester in MünchenUnbekannte sprengen handballgroße Löcher in Wohnungstüren

Das für Branddelikte zuständige Kommissariat 13 der Münchner Kriminalpolizei ermittelt (Symbolbild).
Das für Branddelikte zuständige Kommissariat 13 der Münchner Kriminalpolizei ermittelt (Symbolbild). (Foto: Jens Kalaene/dpa)

Explosionen in der Silvesternacht: Die Polizei findet Überreste von Sprengsätzen an drei Tatorten und prüft mögliche Zusammenhänge.

Von Joachim Mölter

In den Stunden um den Jahreswechsel herum haben bislang unbekannte Täter Explosionen in mehreren Privatanwesen verursacht. Zweimal wurden dabei handballgroße Löcher in Wohnungstüren gesprengt, einmal ein Küchenfenster zerstört. Verletzt wurde niemand, der Schaden beläuft sich jeweils auf mehrere Tausend Euro. Das für Branddelikte zuständige Kommissariat 13 der Münchner Kriminalpolizei ermittelt wegen des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und prüft mögliche Zusammenhänge, wie eine Sprecherin am Montag sagte.

Die drei Fälle ereigneten sich in der Nacht von Silvester auf Neujahr zwischen 22.30 Uhr und 0.15 Uhr, die Polizei sicherte jeweils Überreste von Sprengsätzen an den Tatorten. Im ersten Fall hatten der oder die Täter eine Sprengstoffvorrichtung an der Wohnungstür einer 31-Jährigen in Berg am Laim angebracht. Nachdem die Frau um 22.30 Uhr einen lauten Knall gehört hatte, stellte sie das handballgroße Loch in ihrer Tür sowie eine Verrauchung des Treppenhauses in dem Mehrfamilienhaus fest.

Wenig später, gegen 23.10 Uhr, meldete ein 63-Jähriger, dass in seiner Wohnung in Riem das Küchenfenster zum Bersten gebracht worden war. Und um 0.15 Uhr verständigte ein 37-Jähriger die Rettungskräfte, nachdem er einen Knall sowie einen Rauchmelder in seinem Mehrfamilienhaus auf der Schwanthalerhöhe gehört hatte. Dort war ein Sprengsatz an der Wohnungstür eines abwesenden Nachbarn detoniert.

Die Polizei bittet Zeugen um Hinweise, falls sie zu den genannten Zeiten in folgenden Bereichen etwas wahrgenommen haben: Altöttinger Straße, Schlüsselbergstraße und Simbacher Straße (Berg am Laim), Elisabeth-Mann-Borgese-, Heinrich-Böll- und Maria-Montessori-Straße (Riem) sowie Tulbeck-, Ganghofer- und Ligsalzstraße (Schwanthalerhöhe).

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