Ernst-Ludwig WinnackerÜber die Gemeinheit der Viren

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Biochemiker Ernst-Ludwig Winnacker wollte ursprünglich Dirigent werden. "Aber auf dem Konservatorium traf ich auf all die zwölfjährigen Wunderkinder, da wusste ich, dass ich mit denen nicht mithalten konnte", sagt er.
Biochemiker Ernst-Ludwig Winnacker wollte ursprünglich Dirigent werden. "Aber auf dem Konservatorium traf ich auf all die zwölfjährigen Wunderkinder, da wusste ich, dass ich mit denen nicht mithalten konnte", sagt er.
Catherina Hess

Biochemiker Ernst-Ludwig Winnacker widmet sein ganzes Forscherleben den Viren. Er flog im Helikopter ins Kanzleramt, war mit dem jungen Christian Drosten in China unterwegs und denkt auch mit 80 noch nicht an Ruhestand.

Von Martina Scherf, München

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Auf dem gedeckten Kaffeetisch steht eine Sachertorte. Ernst-Ludwig Winnacker hat sie aus Wien mitgebracht. Dort ist er im Universitätsrat, und bei jedem Besuch in der Kaiserstadt schaut er natürlich auch im Café Sacher vorbei. Er selbst nimmt sich nur ein ganz kleines Stück, "ich habe mir Low Carb-Diät verordnet", sagt er und lächelt. Dann fängt er an zu erzählen, vom Klavierspiel mit Condoleezza Rice, von Thukydides und Goethes Tante, und natürlich von seinem Lebensthema: den Viren.

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