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Kleinhesseloher See:Kleines Treffen statt großer Corona-Demo

Die Gegner der Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus haben sich am Samstag weitgehend an das Verbot ihrer Demonstration gehalten. Auf die Theresienwiese, dem geplanten Veranstaltungsort, kamen laut Polizei 20 bis 30 Personen, die per Platzverweis wieder vom Gelände geschickt wurden. Als Ersatz versammelten sie sich später von 14.30 Uhr an auf einer Wiese in der Nähe des Kleinhesseloher Sees im Englischen Garten. Als Programm gab es Lieder und eine Art lange Predigt. Als die Zahl der Teilnehmer gegen 15.30 Uhr auf 50 bis 60 anstieg, beendete die Polizei das Geschehen. Ein Verantwortlicher erhielt eine Anzeige wegen Verstoßes gegen die Infektionsschutzregeln. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hatte zuvor am Freitag die Demonstration der Gegner von Corona-Maßnahmen untersagt. Angemeldet war die Veranstaltung für 30 000 Menschen. Nachdem sich diese bei vorherigen Verboten unter dem Deckmantel erlaubter Gottesdienst trotzdem getroffen hatten, wollte dies die Polizei am Wochenende verhindern. Den ganzen Tag über zeigte sie starke Präsenz, zuerst auf der Theresienwiese, später im Englischen Garten. Etwa 150 Beamte waren laut einem Sprecher im Einsatz.

© SZ vom 23.11.2020 / heff
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