Die Frau an der Tankstelle kannte Raimund A., weil er dort jeden Morgen seinen Kaffee trank, „ein ruhiger, schüchterner Mann“, sagt sie. Auch in der Bäckerei „Butterbrot“ war der 78-Jährige Stammkunde. Und mit seinem uralten roten Klapprad, an dem Plastiktüten hingen, war der gebückt gehende Mann ohnehin in halb Schwabing bekannt. Und alle wussten, dass Raimund A. obdachlos war und abends seinen Schlafsack unter der Fußgängerbrücke am Mittleren Ring ausrollte. Es sind zuweilen beklemmende Geschichten aus der Obdachlosen-Szene, die Zeugen im Mordprozess um den Tod von Raimund A. vor dem Landgericht München I schildern. Aber auch Geschichten, die zeigen, dass es in dieser oberflächlich wirkenden Gesellschaft jede Menge Menschen mit Herz gibt.
Landgericht München Ein Mordprozess, der beklemmende Einblicke in die Obdachlosen-Szene gibt
Lesezeit: 2 Min.

Raimund A. wird unter einer Brücke im Englischen Garten getötet und angezündet, angeblich von einem anderen Obdachlosen. Im Prozess erzählen Zeugen vom Leben der beiden Männer - und wie sich immer wieder Münchner mit Herz um sie kümmerten.
Von Susi Wimmer

Paketposthalle:So soll Münchens neues Hochhaus-Quartier aussehen
Erstmals legt die Stadt einen detaillierten Plan für die beiden Wolkenkratzer und sechs weitere Gebäude an der Paketposthalle vor. Wo neben den 1200 Wohnungen noch Gastronomie, Kultur und Geschäfte erlaubt sein sollen – und welches Gewerbe verboten wird.
Lesen Sie mehr zum Thema