München Endspurt im Fairtrade-Rennen

Der Landkreis hat bereits vier von fünf Kriterien für das Siegel erfüllt

Der Anfang war - nicht zuletzt wegen des Widerstands der Landwirte - nicht ganz einfach, doch nun ist der Landkreis München auf dem besten Wege, sich den Titel "Fairtrade-Landkreis" zu sichern. Vier der fünf benötigten Kriterien seien bereits erfüllt, nachdem man 2018 "zahlreiche Aktionen und Maßnahmen angestoßen" habe, teilt das Landratsamt mit. Nun liege der Fokus darauf, weitere Mitgestalter und Unterstützer anzuwerben.

Bislang konnten 80 Einzelhändler, Gastronomiebetriebe, Schulen, Vereine und Kirchen als Fairtrade-Partner gewonnen werden. Diese hatten sich verpflichtet, mindestens zwei gesiegelte Produkte aus fairem Handel oder entsprechende Bildungsprojekte anzubieten. Evelyn Reiser, Projektleiterin im zuständigen Sachgebiet Energie und Klimaschutz im Landratsamt, zeigt sich mit der Entwicklung mehr als zufrieden. Dennoch sei es nun besonders im Bereich der Gastronomie wichtig, weitere Partner zu finden. Dabei sei auch die Bevölkerung gefragt: Bürger könnten sich vor dem Besuch einer örtlichen Gastronomie ein Formular herunterladen und ausdrucken.

Im Wirtshaus notiert man dann, welche fair gehandelten Produkte angeboten werden, lässt sich das Formular vom Betrieb abzeichnen und schickt es per Mail an 29plusplus@lra-m.bayern.de oder per Post ans Landratsamt. Aktuell fehlen noch 16 Betriebe, um die vorgeschriebene Mindestanzahl für die Zertifizierung zu erreichen. Auch die Wirte, die bereits faire Produkte im Angebot führen oder dies künftig tun wollen, sind aufgefordert, sich über die genannte Mailadresse bei Evelyn Reisner zu melden.