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München heute:Uefa lehnt Regenbogen-Beleuchtung ab / Stadt will Ludwigstraße für den Verkehr sperren

Bunte Allianz Arena zum Christopher Street Day in München, 2018

Das Münchner Fußballstadion ist schon einmal in Regenbogen-Farben erstrahlt: vor drei Jahren zum Christopher Street Day.

(Foto: Stephan Rumpf)

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Von Jana Jöbstl

Wäre es nicht ein schönes Zeichen für Toleranz, Freiheit und Solidarität mit der LGBTIQ-Gemeinschaft gewesen? Ein Stadion in Regenbogenfarben - nicht irgendwann, sondern zum Spiel der Nationalmannschaft gegen Ungarn am Mittwoch. Doch aus der Idee der Stadt München wird nun nichts, denn die Uefa sagt nein.

Der Verband sei eine politisch und religiös neutrale Organisation und müsse ein solches politisches Signal aufgrund ihrer Statuten ablehnen. Dem europäischen Fußballverband erschien der Hintergrund der Regenbogen-Aktion zu konkret: Diese ist eine Reaktion auf das in Ungarn verabschiedete Gesetz, das unter anderem die Rechte von homosexuellen Jugendlichen einschränkt.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter findet das Verbot der Uefa "beschämend". In einer Pressekonferenz am Dienstagmittag berichtet er von dem "lächerlichen Gegenvorschlag", die Arena an einem anderen Tag bunt zu beleuchten. "Dass wir das am Christopher Street Day machen, darauf sind wir schon selbst gekommen", so Reiter.

Der Oberbürgermeister ist mit seiner scharfen Kritik nicht allein: Auch die Reaktionen vom Lesben- und Schwulenverband in Deutschland, dem CSD oder aus der Politik fallen heftig aus.

Trotzdem soll es in München am Mittwoch (fast) überall bunt werden. Das Rathaus wird mit Regenbogenfahnen geschmückt und der Olympiaturm sowie das Windrad sollen farbenfroh leuchten. Und wenn das Stadion schon nicht von außen in Regenbogenfarben strahlen darf, dann bleibt abzuwarten, wie bunt es innen wird. Die Fans sind schließlich auch noch da.

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© SZ.de/tah
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