Englischer GartenEisbachwelle gesperrt – Unbekannte manipulieren Wasserverteilung

Mit dem Surfspaß am Haus der Kunst ist es mal wieder vorbei – zumindest vorübergehend.
Mit dem Surfspaß am Haus der Kunst ist es mal wieder vorbei – zumindest vorübergehend. Florian Peljak

Weil sich Unbekannte an einem Wehr zu schaffen gemacht haben, muss das Wasserwirtschaftsamt  den Schaden reparieren. Das hat Folgen für die Surfer. Was sind die Hintergründe?

Von Linus Freymark

SZ bei Google bevorzugen

Die Eisbachwelle ist mal wieder gesperrt – zumindest für ein paar Stunden: Wie die Stadt München am Donnerstag mitteilte, haben sich Unbekannte am Wehr für den Englischen Garten zu schaffen gemacht und so die Wasserverteilung im Bachsystem durcheinandergebracht. Um die durch die Manipulation am so genannten Dammbalken entstandenen Schäden zu beheben, muss der Pegel abgesenkt werden. Dadurch ist vorübergehend zu wenig Wasser im Eisbach, um eine surfbare Welle entstehen zu lassen.

Das manipulierte Wehr regelt die Wasserzufuhr für den Eisbach und den Schwabinger Bach. Zu wenig Wasser in einem der beiden Bäche kann laut Stadt schwerwiegende Folgen haben – immerhin leben in den Gewässern zahlreiche, mitunter geschützte Fischarten. Zu viel Wasser lässt hingegen die Gefahr für Überschwemmungen steigen. Die Arbeiten sind nach Angaben des Wasserwirtschaftsamts deshalb „dringend und unbedingt erforderlich“. Zu den Motiven für die Manipulation des Wehrs war zunächst nichts bekannt.

Die Eisbachwelle war nach einem tödlichen Unfall und einer zu gründlich geratenen Bachauskehr immer wieder für Surfer gesperrt gewesen. Anfang Mai hatte Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) den berühmten Surfspot wieder freigegeben.

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

ExklusivKontrollen am Münchner Surfspot
:Die Akte Eisbach

Nach dem tödlichen Unfall einer 33-Jährigen ließ die Stadt die Surfer monatelang beobachten. Der SZ liegen 450 Seiten Protokolle vor. Sie zeigen, wie akribisch die Kontrolleure vorgingen – und dass es häufiger als bislang bekannt zu schweren Verletzungen kommt.

SZ PlusVon René Hofmann

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: