Die Eisbachwelle ist mal wieder gesperrt – zumindest für ein paar Stunden: Wie die Stadt München am Donnerstag mitteilte, haben sich Unbekannte am Wehr für den Englischen Garten zu schaffen gemacht und so die Wasserverteilung im Bachsystem durcheinandergebracht. Um die durch die Manipulation am so genannten Dammbalken entstandenen Schäden zu beheben, muss der Pegel abgesenkt werden. Dadurch ist vorübergehend zu wenig Wasser im Eisbach, um eine surfbare Welle entstehen zu lassen.
Das manipulierte Wehr regelt die Wasserzufuhr für den Eisbach und den Schwabinger Bach. Zu wenig Wasser in einem der beiden Bäche kann laut Stadt schwerwiegende Folgen haben – immerhin leben in den Gewässern zahlreiche, mitunter geschützte Fischarten. Zu viel Wasser lässt hingegen die Gefahr für Überschwemmungen steigen. Die Arbeiten sind nach Angaben des Wasserwirtschaftsamts deshalb „dringend und unbedingt erforderlich“. Zu den Motiven für die Manipulation des Wehrs war zunächst nichts bekannt.
Die Eisbachwelle war nach einem tödlichen Unfall und einer zu gründlich geratenen Bachauskehr immer wieder für Surfer gesperrt gewesen. Anfang Mai hatte Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) den berühmten Surfspot wieder freigegeben.

