80 Jahre KriegsendeVon Vergeltung bis Verbrüderung – das Chaos der letzten Kriegstage

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Tage der Befreiung: Ein amerikanisches Flak-Halbkettenfahrzeug fährt durch die zerstörte Münchner Theatinerstraße.
Tage der Befreiung: Ein amerikanisches Flak-Halbkettenfahrzeug fährt durch die zerstörte Münchner Theatinerstraße. SZ Photo

Der Einmarsch der US-amerikanischen Truppen in München verläuft vielerorts diszipliniert. Aber der rechtsfreie Raum nach dem Zusammenbruch der NS-Herrschaft befördert auch Übergriffe, Plünderungen und Raub, durch Militärs wie durch die Zivilbevölkerung.

Von Wolfgang Görl

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Anfang Juni 1945 wies das Erzbischöfliche Ordinariat München alle Pfarrämter der Erzdiözese an, einen Bericht über die Kriegsereignisse und besonders über den Einmarsch der US-amerikanischen Truppen in ihren Pfarrsprengeln zu schreiben. Insgesamt 562 Berichte gingen im Ordinariat ein, darunter auch der des Vikars Joseph Holzer von der Pfarrei Mariahilf in der Au.

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