bedeckt München

Einbürgerung:Der Traum vom deutschen Pass

Dmytro Kolomiyets hat den Einbürgerungstest bestanden, mit 32 von 33 Punkten.

(Foto: Stephan Rumpf)

Dmytro Kolomiyets will Deutscher werden. Er ist jüdischer Kontingentflüchtling, studierte in München, spricht fließend Deutsch, führt ein eigenes Unternehmen - und hatte Pech mit der Bürokratie. Über die Sehnsucht nach Grenzenlosigkeit.

Von Marlene Knobloch

Hätte er damals schon gewusst, wie kompliziert das alles wird. Wie oft der rote Abschiebe-Stempel über seinem Pass schweben, zwischendrin auch mal drauf landen wird. Wie viele Wartenummern, wie viele Briefmarken, wie viele Nerven es ihn kosten würde. Wie vielen neuen Sachbearbeitern und Paragrafen er gegenüber stehen würde. Hätte er das alles damals schon gewusst, vielleicht wäre er doch nach Amerika gegangen. Oder Israel. Aber Dmytro Kolomiyets, 32, will Deutscher werden.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Coronavirus - Hof
Pandemie
Wie wurde Hof zum Corona-Hotspot?
Loslassen
Psychologie
Wie man es schafft, endlich loszulassen
Sad teenage student girl sitting at campus during autumn Kyiv, Kyiv City, Ukraine PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY CR_DMB
Psychologie
"Die jungen Menschen verdienen Anerkennung"
Coronavirus - Impfung beim Hausarzt
Impfen und Vorsorge
Wenn Bürokratie tödlich sein kann
He doesn't even care; fremdgehen
Fremdgehen
"Was kommt zuerst: die Unzufriedenheit oder die Untreue?"
Zur SZ-Startseite