Einbrüche in TankstellenVerfolgungsjagd mit Tempo 180 – Polizei stoppt mutmaßliche Serientäter

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Die Polizei stoppte die mutmaßlichen Täter nach einer Verfolgungsjagd (Symbolbild).
Die Polizei stoppte die mutmaßlichen Täter nach einer Verfolgungsjagd (Symbolbild).
Felix Hörhager/dpa

Beamte beobachten zwei Männer, die offenbar eine Tankstelle auskundschaften. Einer wird geschnappt – er könnte Teil eines Einbrecher-Duos sein, das ungewöhnliche Methoden nutzt.

Von Stephan Handel

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Es war eine ungewöhnliche Methode für einen Einbruch – und wohl auch nicht sehr erfolgreich: Die Polizei hat in Obersendling einen Mann festgenommen, der – zusammen mit einem noch flüchtigen Komplizen – mit gestohlenen Autos in die Verkaufsräume von Tankstellen fuhr und dort versuchte, Geldautomaten aus der Verankerung zu reißen. In München und Umgebung ging eine Tat schief, bei der zweiten wurde der Mann in der Nacht zum Montag festgenommen.

Die beiden Männer, so vermutet die Polizei, hatten Anfang März versucht, in eine Tankstelle in Unterschleißheim einzudringen. Als es ihnen nicht gelang, die Eingangstür zu öffnen, fuhren sie mit einem gestohlenen VW Golf durch die Glasscheibe in den Verkaufsraum. Dann brachten sie ein Abschleppseil am Geldautomaten und am Auto an, um den Automaten aus seiner Verankerung zu reißen. Auch das misslang, sodass sie schließlich ohne Beute flüchteten, aber einen großen Sachschaden hinterließen.

Diese Woche, in der Nacht zum Montag, bemerkte eine Zivilstreife der Polizei, wie ein Auto kurz vor Mitternacht auf das Gelände einer Tankstelle in der Boschetsrieder Straße in Obersendling fuhr. Ein maskierter Mann stieg aus und inspizierte das Gelände – allerdings wohl nicht zu seiner Zufriedenheit: Er stieg zu seinem Begleiter ins Auto. Als sie bei der Abfahrt von den Polizisten kontrolliert werden sollten, gab der Fahrer Gas und flüchtete – teilweise mit Geschwindigkeiten von mehr als 180 Kilometern pro Stunde – auf die A 96 und dann in das Gewerbegebiet Freiham-Süd. Dort allerdings war in einer Sackgasse Schluss. Nach einer kurzen Flucht zu Fuß wurde einer der Verdächtigen festgenommen, ein 40-Jähriger ohne Wohnsitz in Deutschland. Er sitzt jetzt in Untersuchungshaft.

Weitere Ermittlungen ergaben, dass das mutmaßliche Einbrecher-Duo für insgesamt mindestens zehn ähnliche Taten seit Mitte Februar verantwortlich sein könnte; der Großteil der Einbruchsversuche fand im Großraum Augsburg statt. Nun will die Polizei – neben der Fahndung nach dem flüchtigen zweiten Täter – die Akten zusammenführen und sich einen Überblick über den entstandenen Schaden verschaffen.

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