Edeka an der OsterwaldstraßeWenn nicht nur ein Laden schließt, sondern das Herz eines Viertels verloren geht

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Herta Tausch versorgte ihr Viertel nicht nur mit Lebensmitteln, sondern mit einem Gefühl der Zusammengehörigkeit.
Herta Tausch versorgte ihr Viertel nicht nur mit Lebensmitteln, sondern mit einem Gefühl der Zusammengehörigkeit. Privat

Bei Herta Tausch konnte man jahrzehntelang nicht bloß Brezn und frisches Gemüse kaufen; man konnte dort auch seine Sorgen und Wünsche lassen. Über das Ende eines besonderen Ortes und eine Händlerin mit Bundesverdienstkreuz.

Von Lena Bammert

Es gibt in München vermutlich nur wenige Lebensmittelläden, deren Inhaberinnen ein Bundesverdienstkreuz besitzen. Herta Tausch, 84, jahrzehntelang Leiterin des „Nah und gut“-Edekas an der Osterwaldstraße, hat eins. Der damalige Bundespräsident Roman Herzog hat es ihr am 27. August 1996 in Berlin verliehen, für „Verdienste zum Wohle ihrer Mitmenschen“, so steht es in der Urkunde. Ein Bundesverdienstkreuz für den Betrieb eines Lebensmittelladens? Ja, wirklich.

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