PolizeiMehr als 20 Münchner Schulen erhalten Drohmails

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Die Polizei ermittelt nun, wer die Nachrichten verschickt hat (Symbolfoto).
Die Polizei ermittelt nun, wer die Nachrichten verschickt hat (Symbolfoto). Robert Haas

Am Freitag wurden die Nachrichten verschickt, in denen „schwerwiegende Straftaten“ angedroht werden. Auch in anderen Teilen Bayerns sind Schulen betroffen. Die Polizei sucht nun nach dem Absender.

Mehr als 20 Münchner Schulen haben an diesem Freitag Droh-E-Mails erhalten, in denen „schwerwiegende Straftaten“ angedroht wurden. Das hat die Polizei mitgeteilt – und sogleich betont, dass die Drohungen aus ihrer Sicht nicht ernstzunehmen seien. Der Schulbetrieb war nicht beeinträchtigt.

Auf Nachfrage erklärte ein Sprecher der Polizei, dass man „aus ermittlungstaktischen Gründen“ nichts Genaues zu den Inhalten sagen könne. Einen rechtsradikalen Hintergrund schloss er jedoch aus.

Zur Beurteilung, dass die Drohungen keine echte Bedrohung darstellten, sagte der Sprecher, dass solche Schreiben „immer wieder“ vorkämen und entsprechende Fachstellen Einzelfallprüfungen vorgenommen hätten. „Ein Faktor von mehreren war, dass alle Drohschreiben den gleichen Wortlaut hatten.“ Hinweise auf den Absender gebe es aktuell nicht.

Auch in Niederbayern und in Mittelfranken wurden Droh-Mails verschickt

In Niederbayern durchsuchte die Polizei eine Schule: Um kurz nach 7 Uhr sei in der Einrichtung in Riedenburg im Landkreis Kelheim eine entsprechende Mail eingegangen, teilte die Polizei mit. Es wurden demnach aber keine verdächtigen Gegenstände gefunden, der Einsatz wurde beendet. Der Unterricht wurde den Angaben zufolge wieder aufgenommen. Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte waren nicht in Gefahr.

Auch im Regierungsbezirk Mittelfranken sind laut Polizei am Morgen jeweils fast identische E-Mails eingegangen, in denen schwerwiegende Straftaten angedroht wurden. In Mittelfranken handelte es sich laut den Angaben eines Polizeisprechers um Bombendrohungen für denselben Tag um 11 Uhr, die an mindestens zehn Schulen geschickt wurden. Diese Drohungen seien aber ebenfalls als nicht ernst zu nehmend einzuschätzen, teilte die Polizei mit.

In Mittelfranken kam es dem Sprecher zufolge nicht zu Einsätzen der Polizei an den betroffenen Schulen. In nur wenigen Fällen wurde der Unterricht für kurze Zeit unterbrochen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Ein Sprecher des bayerischen Landeskriminalamts sagte, vieles deute auf eine gezielte, bundesweite Aktion hin. Die Inhalte der Droh-Mails seien sehr ähnlich. Zu Details mit Blick auf den Inhalt wollte er sich nicht äußern.

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