MeinungWirbel um Stadtbibliothek-VeranstaltungEine Drag-Lesung für Kinder - zu bunt für München?

Portrait undefined Katja Schnitzler

Essay von Katja Schnitzler

Lesezeit: 5 Min.

Eine Frau, die kunstvoll zum Mann wird: Eric BigClit.
Eine Frau, die kunstvoll zum Mann wird: Eric BigClit. alicemoe_ericbigcltdrag/Instagram

In einer Stadtbibliothek sollen ein Dragking und eine Dragqueen aus Kinderbüchern vorlesen. Die CSU ist empört, Hubert Aiwanger ruft nach dem Jugendamt - und der Münchner SPD-Oberbürgermeister muss sich für ein Statement bei der queeren Community entschuldigen.

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Ja, muss denn das sein? Das fragen sich die Münchner gerne. Wenn es regnet am Wochenende, wenn die S-Bahn ausfällt und wenn der Bierpreis auf der Wiesn wieder steigt. Sie haben es sich nicht gefragt, als im vergangenen Jahr eine Lesung der Stadtbibliothek mit der Münchner Dragqueen Vicky Voyage stattfand. Titel "Wir lesen euch die Welt, wie sie euch gefällt", die Zielgruppe: Kinder ab vier Jahren, das Thema: Geschlechterklischees, Vielfalt und dass jeder gut ist, wie er ist, egal wie man sich kleidet. Um was es nicht geht: Sex.

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Hass gegen queere Menschen
:"Für uns gelten von vorneherein andere Spielregeln"

Beleidigungen, Bedrohungen, Schläge und Tritte: Homosexuelle und trans Menschen erleben in München immer wieder Gewalt. Die Dunkelziffer ist enorm, denn nur wenige Taten werden zur Anzeige gebracht. Über brutalen Hass und die, die ihn aushalten müssen.

SZ PlusVon Max Fluder

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