Dieser Film zeigt, wie Barbara Hammer sich selbst unsterblich filmte. Barbara Hammer ist in diesem Film nicht mehr tot. Sie ist angeschnitten, rausgesprungen, gekörnt, von der Sonne angestrahlt und aufbewahrt. Aber nicht tot. Sie lacht in alten Interviews, weint auf wackligen Aufnahmen in ihrem Bett und blickt den Zuschauer splitternackt aus Fotografien an. Sie tanzt durch Filmausschnitte und entzieht sich jeder Versuchung, sie entweder anständig ins Museum zu stellen oder sie zu vergessen. Brydie O’Connors Dokumentarfilm „Barbara Forever“ ist ein Künstlerinnenporträt als Séance aus Archivmaterial.
Dokumentarfilm „Barbara Forever“Der weibliche Körper als Kunst: Die Feministin Barbara Hammer
Lesezeit: 2 Min.

„Barbara Forever“ ist das Porträt der Experimentalfilmerin Barbara Hammer. Die US-amerikanische Avantgardistin inszenierte sich gerne selbst, zeigte ihren Körper als lebendigen Ort von Lust, Alterung, Krankheit und queerer Sexualität.
Kritik von Sophie-Louise Gartmann
