MünchenOB Reiter verwendet N-Wort im Stadtrat und entschuldigt sich

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter.
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter. Johannes Simon
  • Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) verwendete am Mittwoch im Stadtrat das N-Wort und entschuldigte sich schriftlich dafür.
  • Reiter erklärte, das Wort sei ihm als Zitat aus einem Stück des Künstlers Fredl Fesl spontan über die Lippen gekommen.
  • Der Münchner Stadtrat hatte 2022 mit dem Beschluss „N-Wort ächten“ die Verwendung des Begriffs als rassistisch eingestuft.
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Der Politiker entschuldigt sich für den Vorfall kurz vor der Kommunalwahl. Das Wort sei ihm als Teil eines Zitats über die Lippen gekommen.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat im Stadtrat das N-Wort verwendet. In der Vollversammlung am Mittwoch sagte er beim Blättern in Unterlagen: „So, wo samma, sagen die …“, wie auf der Aufzeichnung der Sitzung zu sehen und hören ist. Mit dem Begriff „N-Wort“ wird heute eine früher gebräuchliche rassistische Bezeichnung für Schwarze umschrieben.

Reiter bat in einem schriftlichen Statement um Entschuldigung: „Bei der Äußerung handelt es sich um ein Zitat aus einem Stück des Künstlers Fredl Fesl, das mir spontan über die Lippen kam bei der Frage, wo wir uns in der Tagesordnung befinden.“ Alfred Raimund „Fredl“ Fesl (1947–2024) war ein niederbayerischer Musiker, Sänger und Kabarettist.

Weiter schrieb Reiter: „Es lag mir in keiner Weise daran, Menschen zu verletzen oder abzuwerten. Wenn sich durch meine Worte jemand verletzt oder herabgesetzt gefühlt hat, bedaure ich das ausdrücklich und bitte dafür um Entschuldigung.“

Ihm sei bewusst, dass der Münchner Stadtrat im Jahr 2022 mit dem Beschluss „N-Wort ächten“ deutlich gemacht habe, dass die Verwendung dieses Begriffs als rassistisch einzuordnen und abzulehnen ist, so der Oberbürgermeister. „Dieser Haltung schließe ich mich selbstverständlich an. Gerade als Oberbürgermeister habe ich eine besondere Verantwortung für einen respektvollen, sensiblen und diskriminierungsfreien Umgang miteinander.“

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