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München:Die Hälfte ist schon geimpft

Kampagne mit mobilen Teams in den Wohnstätten der Lebenshilfe

Von Hubert Grundner

Bei der Lebenshilfe München haben vor kurzem die Impfungen gegen Sars-CoV-2 durch mobile Teams begonnen. Bereits die Hälfte der Bewohner in stationären Wohnstätten und die dort beschäftigten Mitarbeiter seien bis vergangenen Freitag geimpft worden, heißt es in einer Mitteilung der Lebenshilfe. Vorstand und Geschäftsführer Peter Puhlmann und René Pfeifer, Bereichsleiter Wohnen, freuen sich über den schnellen Start. Dennoch seien weiterhin Geduld und Vorsicht angebracht, denn der volle Impfschutz bestehe erst sieben Tage nach der zweiten Impfung. Für die zweite Impfung sei eine Wartezeit von drei Wochen vorgesehen.

Lange Zeit gab es bei der Lebenshilfe München keinen einzigen positiven Covid-19-Fall. Mit dem starken Anstieg der Fallzahlen im November aber registrierte die Lebenshilfe am 3. Dezember ihren ersten Fall. "Wir haben es zeitnah feststellen können, denn unser Ambulanter Dienst führt in den Einrichtungen gemeinsam mit einem Arzt regelmäßig Schnelltests durch. Aktuell sind alle unsere Bewohner und Mitarbeiter negativ getestet, sodass wir keinen einzigen Covid-19-Fall mehr in unseren Wohneinrichtungen betreuen müssen. Auch Besucher, also auch Eltern, Betreuer und Angehörige, dürfen die Einrichtungen nur mit einem negativen Testergebnis betreten." Peter Puhlmann sieht die Gefahr einer Ansteckung darum weniger in den Einrichtungen, sondern in den "Kontakten nach außen". Das beginne bei der Nutzung von Beförderungsdiensten und reiche hinein in das Arbeitsleben, wie es ja aktuell auch in Politik und Gesellschaft diskutiert werde. Die Impfungen wertet René Pfeifer "als eine große Chance auf einen besseren Infektionsschutz für alle Beteiligten und als den Weg hin zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft."

Die Lebenshilfe betreibt zurzeit in Stadt und Landkreis München fünf beziehungsweise drei Wohngruppen mit ambulanter Betreuung.

© SZ vom 20.01.2021
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