Notgeburt auf der Intensivstation:Wenn Schwangere an Corona erkranken

Lesezeit: 4 min

München Klinik Harlaching

Eine Woche lang konnte Imenta Theodoridou ihre Tochter Dimitra nur auf dem Bildschirm eines Tablets sehen. Christoph Scholz (links, im weißen Kittel), Chefarzt der Frauenkliniken in Harlaching und Neuperlach, und Marcus Krüger, Chefarzt der Neonatologie in Harlaching und Schwabing, haben sie und ihr Frühchen im Krankenhaus betreut.

(Foto: München Klinik)

Eine Mutter erkrankt schwer an Covid-19 und muss beatmet werden. In der 29. Schwangerschaftswoche wird das Kind frühzeitig geholt, es wiegt 1,1 Kilo. Danach folgen Wochen voller Bangen.

Von Ekaterina Kel

Als sie aufwacht, herrscht erst einmal Verwirrung. Dann kommt die Sorge. Geht es meinem Kind gut? Wann kann ich es sehen? Das waren ihre ersten Gedanken nach dem Koma, erinnert sich Imenta Theodoridou. Die 36-Jährige hat sich Mitte September mit dem Coronavirus angesteckt, da war sie im siebten Monat schwanger. Das Virus hat sie innerhalb von Tagen so schwach gemacht, dass den Ärzten nichts anderes übrig blieb, als das Kind vorzeitig zu holen - unter Vollnarkose und mittels eines Kaiserschnitts, denn zu dem Zeitpunkt musste Theodoridou schon künstlich beatmet werden. Das Mädchen überlebte, die Mutter erholte sich. Nun will sie ihre Geschichte erzählen.

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