Corona-Pandemie in München:Anlaufschwierigkeiten bei der Terminvereinbarung für Kinderimpfung

Lesezeit: 2 min

Epidemiologe Emil Reisinger zu Corona-Impfungen für Kinder

Von dieser Woche an sollen auch in München Kinder unter zwölf Jahren eine Corona-Impfung erhalten.

(Foto: Jan Woitas/dpa)

Ärzte und Impfzentren sind bereit, um die Dosen für Fünf- bis Elfjährige zu spritzen. Am Gasteig konnten Kinder bereits Termine bekommen.

Von Ekaterina Kel

Die Impfkampagne wird ausgeweitet: Von dieser Woche an sind in München Corona-Impfungen für Kinder zwischen fünf und elf Jahren möglich. In der neuen Impfstelle am Gasteig werden dafür die Vorbereitungen getroffen - von Donnerstag an werden hier Kinder geimpft, die zwischen fünf und elf Jahre alt sind. Am Gasteig konnten Eltern am Dienstagmorgen bereits Termine buchen - über die Webseite wir-impfen-muenchen.de, zusätzlich ist eine Registrierung des Kindes über das Bayerische Impfzentrum (BayIMCO) nötig. Am frühen Morgen waren am Gasteig noch Termine für die kommenden Tage frei, die Seite allerdings war nach einer Weile offenbar überlastet. "Aktuell ist eine Buchung nicht möglich", hieß es am Vormittag auf der Website. Zum Teil war die Seite auch gar nicht erreichbar.

Auch die Münchner Kinderarztpraxen halten sich bereit. Es gebe schon viele Anfragen von interessierten Familien, sagt Philipp Schoof, Münchner Sprecher des bayerischen Kinder- und Jugendärzteverbands. Online buchen könne man die Termine bei ihm in der Praxis aber noch nicht - erst wolle man abwarten, ob wirklich genug Impfstoff vorhanden sei. Der Praxis seien diese Woche Lieferungen versprochen worden, aber er wisse weder wann noch wie viel, berichtet Schoof. "Wir warten gespannt."

Ebenfalls noch ungewiss ist die Termin-Vergabe im Impfzentrum Riem. Die Terminvereinbarung für Kinderimpfungen werde "aktuell implementiert, ist allerdings noch nicht abgeschlossen", teilt ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums mit. Bereits vergangenen Donnerstag sagte Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek (SPD), dass die Eltern ihre Kinder dort aber schon registrieren könnten - um gegebenenfalls schneller an einen Termin zu kommen, sobald diese einprogrammiert wären. Von den Lieferungen am Montag hänge die ganze Logistik der Impfkampagne ab.

Bayern bekommt 240 000 Dosen

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte vergangene Woche eine Impfung von Kindern von fünf bis elf Jahren empfohlen, die Risikofaktoren für einen schweren Covid-19-Verlauf oder Angehörige mit hohem Risiko haben. Außerdem können Eltern nach individueller Aufklärung auch ihre gesunden Kinder impfen lassen. Für Fünf- bis Elfjährige wird ein niedriger dosiertes und anders abgefülltes Präparat im Vergleich zum herkömmlichen Biontech/Pfizer-Impfstoff verwendet. Von dem mRNA-Vakzin sollen laut Stiko zwei Dosen im Abstand von drei bis sechs Wochen gegeben werden. Allein die bayerischen Impfzentren hätten rund 240 000 Dosen bestellt, so der Ministeriumssprecher am Montag. Es sei allerdings unklar, ob die Bestellungen voll erfüllt werden. Es könne möglicherweise vereinzelt zu Kürzungen kommen.

Derweil gibt es auch für Erwachsene neue Impfangebote. Im Paulaner am Nockherberg solle im Festsaal vorübergehend "geimpft statt gefeiert" werden, verkündeten die Betreiber am Montag, "damit die Lebensfreude bald wieder in unsere schöne Stadt zurückkehren kann". Der Start ist ebenfalls an diesem Mittwoch angesetzt, unterstützt werde die Impfaktion von den Ärzten Markus Frühwein und Clemens Hellenschmidt. Vorgesehen sind tägliche Erst- und Zweitimpfungen sowie Auffrischungsimpfungen von mittags bis 21 Uhr für alle über 30 Jahren (außer Schwangeren) mit dem Impfstoff von Moderna.

Anmerkung: Zunächst hieß es, dass die Impfungen für Kinder ab fünf Jahren von Donnerstag an im Gasteig und im Impfzentrum in Riem möglich seien. Die Impfungen starten zunächst aber nur im Gasteig, an anderen Stellen laufen die Vorbereitungen noch.

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