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Corona in München:Positives Testergebnis kommt jetzt schriftlich

Coronavirus - Abstrich für Corona-Test

Alle, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, werden nun per Brief, E-Mail und SMS informiert.

(Foto: dpa)

Neben der Quarantäne-Anordnung enthält das Schreiben eine Liste, in der die Kontaktpersonen aufgezählt werden sollen. Wenn keine schnelle Rückmeldung komme, werde aber nach wie vor telefoniert.

Von Heiner Effern

Die Stadt kontaktiert Menschen mit positivem Corona-Test nun schriftlich. Noch am selben Tag, an dem das Gesundheitsamt von einem solchen Ergebnis erfährt, geht ein Schreiben an die jeweilige Person heraus. Das enthält neben der Quarantäne-Anordnung weitere Informationen sowie eine Liste, in der die Kontaktpersonen aufgezählt und rückgemeldet werden sollen.

Parallel dazu gehen sofort die Unterlagen per E-Mail und die Quarantäne-Anordnung zusätzlich per SMS an die Betroffenen. "Oft konnten Personen telefonisch nicht erreicht werden, so dass die Kontaktierung per Brief, SMS und E-Mail in Vergleich dazu sehr erfolgreich läuft, wie auch die Rückmeldungen ans Gesundheitsamt zum Beispiel in Form von ausgefüllten Kontaktdatenlisten zeigen", sagte eine Sprecherin des Gesundheitsreferats. Wenn keine schnelle Rückmeldung komme, werde aber nach wie vor telefoniert.

Am Donnerstag wurden für München insgesamt 631 neue Corona-Fälle gemeldet. Die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfizierten der letzten sieben Tage pro 100 000 Einwohner, lag bei 167,6. Diejenigen Neuinfizierten, die sich in der Station auf der Theresienwiese testen ließen, konnten das Ergebnis wie alle dort Untersuchten selbst online abrufen. Bei der Anmeldung muss man im Testzentrum seine Daten hinterlassen, weshalb das Gesundheitsreferat auch hier zusätzlich schriftlich informiert.

Unabhängig davon müsse sich aber jeder positiv Getestete sofort zehn Tage in Quarantäne begeben, sobald er oder sie davon erfährt, betonte die Sprecherin. Die Frist beginne mit der Abgabe der Probe. Probleme durch eine verzögerte Zustellung von Briefen gebe es nicht. "Da die Post mehrmals täglich direkt ans Verteilerpostamt Arnulfstraße gebracht wird, ist ein schneller Versand gewährleistet. Bisherige Rückmeldungen haben gezeigt, dass die Briefe in der Regel am nächsten Tag eintreffen."

Das Team zur Kontaktverfolgung konzentriert sich dazu auch auf die Personen, die den positiv Getesteten so lange so nahe gekommen sind, dass eine Ansteckung möglich ist. Von 1. Dezember sollen dies alle Mitarbeiter in einer großen Messehalle in Riem erledigen. Neben Beschäftigten anderer Referate gehören dazu 57 Soldaten, 54 Polizisten, Spezialisten des Freistaats und des Robert Koch-Instituts.

Dazu wird die Stadt die Zahl der Tests erhöhen. Von kommenden Montag an wird die tägliche Kapazität auf der Theresienwiese um 500 auf 2000 erhöht. Samstag und Sonntag soll die Zahl bei 600 pro Tag gehalten werden. Damit können die Mitarbeiter dort künftig 11 200 Proben in der Woche nehmen. Dazu sollen auch die mobilen Tests für Kitas und Schulen ausgebaut werden, von bisher 1000 auf 1500 pro Tag. Diese sollen nun aber großteils an der Alten Kongresshalle oberhalb der Bavaria stattfinden.

© SZ vom 21.11.2020/van, kafe
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