Erstmals gibt es in diesem Jahr vier öffentlich aufgestellte Chanukka-Leuchter in München. Sie werden aus Anlass des jüdischen Lichterfests entzündet. Neben jenen am Jakobs- und Prinzregentenplatz sowie dem auf dem Gelände des US-amerikanischen Generalkonsulats steht nun auch ein Leuchter vor der Pinakothek der Moderne. Aufgestellt wurden sie von „Chabad Lubawitsch“, einer weltweit aktiven jüdischen Bewegung. Den Chanukka-Leuchter vor der Synagoge hat diese zusammen mit der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) aufgestellt und an ihm am Montagabend die ersten Lichter entzündet.

IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch rief dabei zu einer Schweigeminute auf für die Opfer des Anschlags von Sydney. Dort hatten am Sonntag zwei Attentäter beim Chanukka-Fest zahlreiche Menschen erschossen beziehungsweise verletzt. Das Fest am Bondi Beach hatte ebenfalls „Chabad Lubawitsch“ organisiert.
Das Lichterfest erinnert an die Zurückeroberung des Tempels in Jerusalem. Bei dessen Wiedereinweihung – auf Hebräisch: Chanukka – brannte im siebenarmigen Leuchter das geweihte Öl, das eigentlich nur für ein bis zwei Tage gereicht hätte, acht Tage lang, so die Überlieferung. In Erinnerung an dieses Wunder wird heute acht Tage lang jeden Tag ein Licht an einem achtarmigen Leuchter entzündet.

