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Ausgehen:Haute Cuisine und Streetfood auf dem Dach

Buffet Kull Rooftop Pop-up

Pop-Up auf dem Dach: Mit Blick auf das Riesenrad will das Buffet Kull hoch hinaus.

(Foto: Kull & Weinzierl)

Das Buffet Kull zieht mit einer Rooftop-Bar ins Werksviertel. Vor allem der Ausblick lässt sich sehen - zum Beispiel auf das Riesenrad.

Von Franz Kotteder

Früher war das mal was: ein paar Restaurants vom Café über die Weinbar bis zum gehobenen Speiselokal, dazu noch zwei hübsche Boutiquehotels - damit konnte man leben. Momentan, unter Corona-Bedingungen, kann man das allerdings auch als Albtraum empfinden. Laufende Kosten ohne Ende, kaum Auslastung in den Hotels, wenig Kundschaft in den Lokalen, das macht keinen Spaß. Trotzdem will man natürlich wieder durchstarten, und ein bisschen machen das Rudi Kull und Albert Weinzierl jetzt auch.

Am vergangenen Freitag ist ihr Buffet Kull ins Werksviertel gezogen, und zwar mit dem Kull Rooftop Pop Up aufs Dach des MH5, direkt beim Riesenrad. Auf der ersten Ebene gibt es ein Restaurant, vor allem mit Fisch und Fleisch vom Grill, zum Beispiel eine gegrillte Atlantikseezunge im Ganzen für zwei (39,50 Euro pro Person) oder ein New-York-Style-Rinderfilet (36 Euro), für Vegetarier gibt's die geschmorte Aubergine mit Quinoa, Tomatenrelish und Limonenjoghurt (22). Vorspeisen gibt es zu Preisen zwischen 12,50 und 19,50 Euro, Extra-Beilagen schlagen mit 5,90 Euro zu Buche.

Man sieht: Dieses Pop-up-Restaurant ist hoch oben, und die Preise sind auch nicht gerade niedrig. Ein bisschen fällt das wohl auch unter Corona-Nothilfe. Wer nach der Rechnung noch einen Schnaps braucht, der bewege sich dazu auf die zweite Ebene zur Aperol Spritz Rooftop Bar mit Pool. Der Ausblick dort ist super (Kull Rooftop Pop Up, Atelierstraße 10, MH5 Roof Bar, 24. Juli bis 23. August, Dienstag bis Sonntag von 18 Uhr an, Reservierungen unter www.buffet-kull.de).

Die Münchner Gastroszene ist im Wandel

Besonders in der Innenstadt und drumherum ist die Gastroszene momentan sehr im Wandel, was wohl vor allem an Corona liegt, aber nicht nur. So ist das Kochspielhaus in der Rumfordstraße 5 inzwischen geschlossen, hier zieht demnächst ein Restaurant namens Bindaas ein, es gibt dann indisches Streetfood.

Ebensolches, allerdings neapolitanisches, bietet das vor Kurzem eröffnete Lokal True Romance in der Klenzestraße 47 an, früher war hier ein Ableger des afghanischen Lokals Bamyan Narges aus der Hans-Sachs-Straße. Nun gibt es hier Pizza fritta, Pasta und diverse Cicchetti. Sehr geschlossen sieht auch das Hungrige Herz in der Fraunhoferstraße 42 aus, es wird aber nur renoviert und eröffnet im August wieder (True Romance, Klenzestraße 47, täglich 11.30-23 Uhr, Telefon 13 01 25 00).

© SZ vom 24.07.2020/weij

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