Wer im Münchner Norden seinen Hund anmelden, einen neuen Personalausweis beantragen oder einen Reisepass abholen will, hat seit dieser Woche eine neue Anlaufstelle – das neue Bürgerbüro am Scheidplatz. Bislang war bei Behördengängen das Bürgerbüro in der Riesenfeldstraße die nächstgelegene Adresse. Der neue Standort am Scheidplatz mit der offiziellen Adresse Belgradstraße 77 ersetzt diese.
Vor allem die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln dürfte nun wesentlich angenehmer ausfallen. Mit U-Bahn oder Bus fährt man bis zur Haltestelle Scheidplatz oder mit der Tram zur Haltestelle Karl-Theodor-Straße fast direkt vor die Eingangstür. Für Personen, die eingeschränkt mobil sind, gibt es in der untersten der fünf Etagen einen barrierefreien Schalter.
„Das Bürgerbüro am Scheidplatz steht exemplarisch für unser neues Standortkonzept: große und leistungsfähige Bürgerbüros übernehmen die Vor-Ort-Services“, sagt Kreisverwaltungsreferentin Hanna Sammüller. Die weiteren Bürgerbüros findet man im KVR in der Ruppertstraße, in der Forstenrieder Allee, in der Landsberger Straße, am Orleansplatz und in der Leonrodstraße. Das Standortkonzept wird derzeit aber überprüft, weil die Stadt sparen muss.
Insgesamt wurde vier Jahre am Bürgerbüro Scheidplatz gebaut. Beim Umzug aus der Riesenfeldstraße wurde möglichst viel Einrichtung mitgenommen. So kamen die blauen schallschluckenden Wände mit in das neue Büro – zum einen aus Nachhaltigkeitsgründen, zum anderen, um Einheitlichkeit zu schaffen.
Das Büro bietet Platz für 41 Mitarbeiter. Ein großer Teil davon sind die Angestellten des ehemaligen Standorts an der Riesenfeldstraße. Der andere Teil soll vorwiegend mit jungen Menschen besetzt werden, denn am neuen Standort soll in Zukunft verstärkt der Nachwuchs ausgebildet werden.
Am Tag der Eröffnung stehen noch nicht viele Bürgertermine für die Mitarbeiter an, in den kommenden Tagen erwartet man aber, dass mehr und mehr Bürger vorbeikommen.
Neben dem Ausbau der Bürgerbüros werden auch immer mehr Angebote digitalisiert, damit sich die Menschen den Weg zur Behörde ganz sparen können. Die Stadt ist dabei laut Bürgermeister Dominik Krause (Grüne) deutschlandweit aktuell Vorreiter.

